Yaenniver

Yaenniver – Nackt [Doppel-Review]

Knapp fünf Jahre nach dem letzten Jennifer-Rostock-Release präsentiert Frontfrau Jennifer Weist unter dem Alias Yaenniver ihre erste Solo-Platte. Diese geht das Thema Songwriting merklich anders an als ihre Hauptband und setzt damit jede Menge Statements – und polarisiert wie gewohnt. Auch bei Julia & Christopher kommt die Platte dabei sehr unterschiedlich gut an.

Christopher ist skeptisch:

Die deutsche Musikszene besitzt gefühlt zwei Genres. Zumindest zwei erfolgreiche. Rap und Pop. Alles daneben ist quasi schon Underground. Doch hin und wieder zeigen … Weiterlesen

Courtney Barnett

Plattenkrach: Courtney Barnett – Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit

2015 erweckte nicht nur minutenmusik das Licht der Welt, sondern auch das Debütalbum „Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit“. Mit dieser Ausgeburt an Lässigkeit bringt die Australierin den Slack Rock auf die großen Bühnen. Für Julia ein einschneidendes Album, für Alina ertönt die Platte für dieses Special zum ersten Mal aus der Box. Wie empfinden die beiden die Platte?

Julia findet:

2015 war das Jahr, in dem ich noch mit einem Bein in der Metalcore & … Weiterlesen

Die Liste Valentinstag allein

Die Liste: 10 Songs für den Valentinstag allein

Der Tag der Liebe jährt sich erneut. Kein Grund zur Sorge, solltest du wiedermal allein zuhause rumhocken – wir lassen dich nicht hängen, sondern liefern den passenden Soundtrack für den Valentinstag allein! Denn vergiss die anderen, du bist mit dir selbst im Reinen! Nur echt mit diesen Gassenhauern:

Billie Eilish – Lost Cause

Dieses Stück fällt wohl in die Kategorie „Lieber Single als in einer unglücklichen Beziehung”. „Lost Cause” aus dem aktuellen Billie Eilish Album „Happier Than Ever” – passender … Weiterlesen

Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators – 4

Endlich wieder Zeit. Eigentlich wollten Slash und seine Band Guns n’Roses zum wiederholten Male die Welt unsicher machen, um den echten Hard Rock zurück auf die Bühnen zu bringen. Warum das nicht geklappt hat, ist mittlerweile nicht mehr nötig zu erklären. Ähnlich ging es wohl auch seinem Buddy Myles Kennedy, der sowohl solo als auch mit seiner Truppe Alter Bridge Bock hatte zu zocken. Aber Bock haben wir ja alle in Überdruss.

Und wenn ein gewisses Virus eben einem … Weiterlesen

Buchreview: In seinem Literaturdebüt "Nullerjahre" lässt Hendrik Bolz seine ostdeutsche Jugend Revue passieren. Ein wahrlich relevantes Werk!

Buchreview: Hendrik Bolz – Nullerjahre

Eine angenehme Erfahrung ist es nicht „Nullerjahre“ zu lesen, das Literaturdebüt von Zugezogen Maskulin Rapper Hendrik Bolz über seine Jugend im ostdeutschen Küstenstädtchen Stralsund. „Woke“, „aware“ und „inclusive“ ist dort tatsächlich wenig. Trotzdem sollte jede*r einmal einen Blick in das Buch werfen, denn der beschriebene Alltag – so trist und übergriffig er auch ist – war traurige Realität, die noch bis ins Jetzt hinein wirkt.

Es braucht nicht viele Seiten, da wird „Nullerjahre“ schmutzig. Missglückte Toilettengänge, Mobbing, erste Masturbationsversuche, rassistische … Weiterlesen

Review: Radikal anders machen Alt-J auf ihrem vierten Album "The Dream" nicht. Ein gutes und vor allem erdendes Album ist es dennoch.

Alt-J – The Dream

Das vierte Alt-J Album „The Dream“ passt nicht in die Flimmer-Bild-Welt von Instagram und Co. Vielmehr entschleunigt es als Gegenentwurf zu dem akuten „Höher, Schneller, Weiter“ – ein wenig wie eine ausgedehnte Yoga-Sitzung.

Neu erfindet sich die britische Band auf ihrem vierten Streich nicht. Sie adjustiert sich eher selbst: Die Electronica-Anleihen, die sich im Bandsound zuletzt immer weiter ausbreiteten, reduziert, die Folk-Anleihen und organischen Instrumentationen wiederum hochgefahren. Alltäglicher Indie-Folk ist das im Endeffekt trotzdem nicht. Dafür lieben Alt-J das Experiment … Weiterlesen

Hedwig and the Angry Inch, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, 05.02.2022

Musicals sind aktuell ein wenig der „Last Man Standing“. Werden Konzerte der Reihe nach abgesagt, haben die Theater immerhin die Möglichkeit, Kapazitäten anzupassen und so zumindest vor kleinerem Publikum ihre Stücke aufzuführen. In Gelsenkirchen feiert man sogar Premiere mit einem, das es viel zu selten auf den Spielplan schafft: Hedwig and the Angry Inch.

Große Musicalfans, die auch über den typisch deutschen Tellerrand hinausschauen können, rasten nun aus, alle anderen haben Fragezeichen im Gesicht. Bis heute ist das 1998 … Weiterlesen

Plattenkrach: Für Autor Jonas ist "Alles Brennt" von Zugezogen Maskulin ohne Frage ein Augen-öffnendes Album, bei Christopher hingehen ruft das Album nur eine Gefühl hervor: Stress.

Plattenkrach: Zugezogen Maskulin – Alles Brennt

In der nächsten Runde unseres Plattenkrachs nehmen wir uns nur Alben an, die im Jahr 2015 erschienen sind. Den Anfang machen Zugezogen Maskulin mit ihrem ersten richtigen Album „Alles Brennt“. Jonas findet in den Texten von Grim104 und Testo vor allem spannende Perspektiven und mag das Album schon lange, Kollege Christopher wiederum kommt zum ersten Mal mit der Rap-Gruppe in Kontakt und empfindet vor allem eines: Anstrengung.

Den Anfang macht Jonas:

Es sind die Blickwinkel, die „Alles Brennt“ auszeichnen. … Weiterlesen

Interview mit Madeline Juno über „Besser kann ich es nicht erklären“

Knapp zwei Wochen ist es her, dass Madeline Juno ihr fünftes Studioalbum „Besser kann ich es nicht erklären“ veröffentlicht hat. Die 15 Tracks darauf nehmen mit auf eine Reise, die mit Trennungsschmerz beginnt, aber mit so viel mehr Essenz und Lichtblicken endet. Im Interview spricht die Sängerin über ihr neues Werk, das jüngst sogar in den Charts wie eine Bombe eingeschlagen ist, über die schwierige Rolle von Frauen in der Musikwelt und über die Wichtigkeit von Mental Health.

minutenmusik: … Weiterlesen

Review: Die Indie-Country-Emos von Pinegrove machen auf ihrem vierten Album "11:11" Musik für echte Naturliebhaber*innen.

Pinegrove – 11:11

Das neue Pinegrove Album „11:11“ ist Musik für etwas zu nachdenkliche Menschen mit Naturfimmel. Wer in Text und Musik herausfordernde Kunst mag, sollte der Platte jedoch auch als Nicht-Naturfreak ein Ohr leihen.

Rein musikalisch ist vieles auf dem fünften Album der Band von der Ostküste der Vereinigten Staaten mehr Stimmung als Hit. Sänger Evan Stephans Hall nämlich – er bedient auch eine der Gitarren – neigt dazu Vokale mit seiner nasal-nuschelnden Stimme so lang zu ziehen wie so manches Feld … Weiterlesen