Wincent Weiss, Siegerlandhalle Siegen, 24.11.2017

Wenn es um Wincent Weiss geht, gibt es in unserer Redaktion eine unumstrittene Spezialistin: Yvonne! Während die meisten den 24-jährigen Popsänger erst in den letzten Monaten durch seine Radio-Hits „Musik sein“ und „Feuerwerk“ kennengelernt haben, hat unsere liebe Kollegin ihn schon seit Jahren auf dem Schirm und für uns von seinen Konzerten im Kölner Luxor und Gloria oder beim Zeltfestival Ruhr berichtet. Bei so viel Begeisterung musste ich mir einfach selbst mal ein Bild machen und habe mir seine Show im ausverkauften Leonhard Gläser-Saal der Siegerlandhalle angeschaut.

Als Vorband durfte Körner die Bühne betreten und mit seiner „Pop-Poesie“, wie er seine Musik selbst bezeichnet, den Abend einläuten. Das Publikum nahm ihn sehr herzlich auf und belohnte ihn mit langanhaltendem und lautem Applaus, von dem manch andere Support-Acts nur träumen können. Als schließlich nach kurzer Umbaupause das Licht ausging, reckten sich sofort zahlreiche Smartphones in die Höhe, um auch bloß das erste Auftauchen des Teenie-Schwarms für die Ewigkeit festzuhalten. Apropos Teenie-Schwarm: Auch wenn vom Grundschul- bis zum Seniorenalter alles vertreten war, waren die Konzertbesucher im Durchschnitt wie zu erwarten sehr jung – und wurden immer älter, je weiter man sich von der Bühne entfernte. (Ja, ich stand ziemlich weit hinten.)  Der Stimmung tat das natürlich überhaupt keinen Abbruch. Im Gegenteil – die jungen Fans jubelten begeistert und zeigten sich textsicher.

Doch auch die Zuschauer, die vielleicht eher als Begleitpersonen und weniger aus eigenem Interesse dabei waren, konnte Wincent Weiss mit seiner Performance überzeugen. Mit kräftiger und facettenreicher Stimme präsentierte er die Songs seines Debütalbums „Irgendwas gegen die Stille“ und suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum. So spielte er z.B. den sehr gefühlvollen Song „Wenn mir die Worte fehlen“ auf einem Podest im hinteren Bereich des Saales, um auch den Zuschauern in den letzten Reihen mal ein „Erste-Reihe-Gefühl“ zu bescheren. Dass er sich den Weg dorthin singend durch die Menge bahnte und dabei das ein oder andere Mädchen spontan umarmte, sorgte bei den Betroffenen offensichtlich für ziemliches Herzklopfen und ein nicht mehr weichendes Grinsen im Gesicht. Spätestens beim bunten Medley aus allen möglichen deutschen Hits der letzten Jahre setzte dieses Grinsen aber auch bei den restlichen Besuchern ein: Während Songs von Mark Forster und Max Giesinger genremäßig nicht allzu weit von den eigenen Songs entfernt sind, klangen die Coverschnipsel von den 257ers, Sido, den Beginnern und sogar RIN doch eher ungewohnt, aber definitiv nicht weniger gut aus seinem Mund! Eine unterhaltsame Abwechslung in einem Set, das ansonsten durch eingängige (nicht eintönige!) Melodien geprägt war. So konnten dann auch spätestens bei den oben schon erwähnten Radiohits wirklich alle mitsingen und dem Abend beim „Feuerwerk“ mit Konfettikanonen einen schönen Abschluss bereiten.

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