Bishop Briggs – Church of Scars

Schon vor dem ersten Album konnte Bishop Briggs beeindruckende Erfolge einfahren – wie wir auch in unserem Interview feststellen durften (Interview hier)! Umso höher ist natürlich nun der Erfolgsdruck für das Erstlingswerk der Indie-Pop-Sängerin.

Eigentlich hat Bishop Briggs schon alles, was ein großer Act braucht: einen hohen stimmlichen Wiedererkennungswert, eine authentische Live-Performance (zum Beispiel hier) und jetzt schon einen Majorlabel-Vertrag. Was da noch zum großen Durchbruch fehlt, sind starke Songs. Und die sind auf dem Debütwerk doch zahlreich vertreten. Schon der Opener “Tempt My Trouble” überzeugt mit einem zackigen Beat und Gute-Laune-Chören. Natürlich hat auch der Überhit “River” den Weg von der EP aufs Album geschafft – hier zeigt Briggs ganz eindrucksvoll die unglaubliche Bandbreite ihrer Stimme auf und lässt einen wohl nicht ohne Ohrwurm weiterschalten. Nach den eher wuchtigen ersten Songs werden mit dem Song “Lying” nun die ersten seichteren Töne zugelassen, die Briggs ebenfalls souverän, aber doch sehr gefühlvoll singt. Dabei wird sie sogar von Dan Reynolds von den Imagine Dragons unterstützt! Lange bleibt es aber nicht so ruhig, gleich in “White Flag” werden wieder die starken Statements rausgeholt: “I’d rather die than give up the fight” – und bei so viel Inbrunst glaubt man das der Sängerin aufs Wort! Auf diese Art und Weise spielt sich Briggs im Laufe der insgesamt zehn Songs durch ruhigere und schnellere Songs – einen großartigen Ausreißer findet man nicht. Manchmal unterstützen vor allem Synthies, wie in “Wild Horses”, manchmal auch einfach ein starker Beat wie in “The Fire”. Allgegenwärtig sind die Background-Chöre, die jedem Stück besonders viel Intensität ermöglichen. Aber auch schöne Lyrics á la “My heart is a church of scars” verschönern das Hörerlebnis um eine weitere Ebene.

Im Großen und Ganzen ist an diesem Debütalbum überhaupt nichts auszusetzen – innerhalb von zehn Songs findet die Sängerin ihren eigenen, unverwechselbaren Stil, der insbesondere ihre unglaublich schöne Stimme in den Fokus stellt. Damit sollte dem ganz großen Durchbruch also auch in Deutschland nichts mehr im Wege stehen, auch wenn das gar nicht das primäre Ziel der Sängerin ist, wie sie uns im Interview mitteilte. Vielmehr hoffe sie, Leute zu berühren und zur Kreativität zu ermutigen. Nun, mit so einem starken Erstling sollte ihr wohl beides gelungen sein!

Das Album  “Church Of Scars” kannst du dir hier kaufen.*

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