Tim Vantol – Burning Desires

„Jetzt steht hier ein Holländer mit seiner Gitarre und singt seine Lieder.“ So hat Tim Vantol sich selbst und seine Musik in unserem Interview ganz bescheiden beschrieben. Ganz so banal ist es allerdings nicht. Mit seinem neuen Album „Burning Desires“ hat er wieder einige Folkrock-Ohrwürmer geliefert, die zum Mitsingen, aber auch zum Nachdenken anregen.

Es ist das dritte Album des niederländischen Singer-Songwriters und gleichzeitig das erste, für das er mit einem Produzenten zusammengearbeitet hat. Adam Grahn, Sänger und Frontmann von Royal Republic, hatte seine Finger bei diesem Werk im Spiel – und das hört man laut Tim auch. Tatsächlich klingt die Platte an einigen Stellen sauberer als ihre Vorgänger, ohne dabei jedoch den eigenen Charme zu verlieren. Denn der typische Stil ist nach wie vor vorhanden: Tim Vantols Lieder klingen nach Roadtrip, Lagerfeuer und Freiheit. Seine Texte möchten ermutigen, ganz getreu seinem Motto „Wenn ich das schaffe, dann schafft das jeder!“. Diese Botschaft bringt er äußerst überzeugend rüber. Bestes Beispiel dafür ist der Song „The Hardway“, der dank des Hintergrundchores nur so zum Mitgröhlen des Refrains animiert. Ähnlich kraftvoll kommt der Titelsong „Burning Desires“ daher. Doch auch ruhigere Töne stehen dem Holländer gut, etwa in „Let it pour“. Textlich geht es dabei meist um seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse, aber auch um allgemeine Themen wie die aktuelle Flüchtlingssituation in „Why Shouldn´t You“. Hier wird das oben genannte Motto leicht abgewandelt: Wenn wir die Möglichkeit haben, überall hinzugehen, dann muss diese Möglichkeit doch erst recht jenen gegeben werden, die vor Krieg und Not fliehen müssen. Mit „´67 in Broken White“ findet die Platte letztendlich einen ruhigen Abschluss und lässt einen mit einem wohligen Gefühl zurück – und mit dem Bedürfnis, mit dem Album im Gepäck einen Roadtrip in Richtung Sonnenuntergang zu starten.

So hört sich das an:

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Die Rechte des Covers liegen bei Popup Records.

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