Listener, Club Subway Koeln, 13.11.2018

Listener, Club Subway Köln, 13.11.2018

Es gibt Künstler und Künstlerinnen, die verdammt gut sind, wegen ihrer Genrewahl und eher untypischen Musik aber wohl nie den Weg aus den Clubs heraus finden werden. Besucht man viele Club-Konzerte, stößt man gelegentlich auf solche Bands  – klar, viele Acts treibt es relativ fix aus den kleinen Läden in die Hallen und manche sind auch technisch einfach nicht gut oder erinnern zu sehr an den Einheitsbrei, den bestimmte Genres bieten, dass sie wohl verständlicherweise in den dreckigen Bars und Kellerclubs verenden werden. Gewisse Musik ist

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GENETIKK, Gloria Theater Köln, 14.11.2018

Köln – Es ist ein kalter Mittwochabend, die Straßenböden sind mit matschigem Herbstlaub bedeckt, das gülden-strahlend die Abenddämmerung erleuchtet. Eine lange Menschenschlange bahnt sich im Herzen der Innenstadt langsam ihren Weg vom seitlichen Eingang der St. Aposteln-Kirche zu den Türen des Gloria Theaters. An den Eingangspforten des traditionsreichen Mehrzwecktheaters weist ein mürrisch-gelaunter Türsteher die Konzertbesucher des Abends bestimmt an ihre Plätze: „Du, Mäuschen, kannst dich gleich nochmal hinten anstellen, bis du klar in der Birne bist“,

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Only By The Night, Kings of Leon

Plattenkrach: Kings of Leon – Only By The Night

Schon zehn Jahre ist es her, dass die “Kings of Leon” ihr viertes Album “Only By The Night” veröffentlicht haben! Ein guter Zeitpunkt also, noch einmal auf den großen Durchbruchserfolg zurückzublicken. In unserem Plattenkrach erzählt euch Sebastian, warum er dem Album, das er ab und zu sehr gerne hört, einen Sonderstatus in der Diskografie der Band beimisst. Marie wiederum hat sich zum ersten Mal überhaupt ein Album der Kings of Leon angehört und kommt dabei zu einem eher ernüchternden Ergebnis.

Sebastian sagt dazu:

Unter den kommerziell besonders erfolgreichen

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John Butler Trio, Palladium Köln, 19.10.2018

Wie ein entspannter Urlaubstag am Strand. Ungefähr so fühlte sich das Konzert vom John Butler Trio im Kölner Palladium an. Dort fand der Auftakt von insgesamt fünf Shows in Deutschland statt und – wie sich im Nachhinein herausstellen sollte – die einzige Deutschlandshow in kompletter Besetzung.

Bevor allerdings John Butler mit seiner Band die Bühne betrat, stand dort Bobby Alu ganz alleine im Scheinwerferlicht. Begleitet von seiner Ukulele sang der Sohn eines Australiers und einer Samoanerin nicht nur englischsprachige, sondern auch traditionelle samoanische Lieder, mit denen er im Palladium

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Madsen gehen auf Lichtjahre-Tour!

“Hättest du nicht Lust, mit mir den Abend zu verbringen?” – Aber klar! Madsen sind ab Freitag wieder auf Tour und präsentieren neben alten Hits ihr siebtes Album “Lichtjahre”. Einen Vorgeschmack auf die Tour gab es bereits im Mai mit drei Clubshows in Berlin, Bochum und Hamburg, bei denen überraschenderweise der Fokus eher auf den älteren als auf den neuen Titeln lag. Wie das war, hat Jonas hier berichtet. Nun geht es quer durch Deutschland in

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Vennart, Club Bahnhof Ehrenfeld Koeln, 12.11.2018

Vennart, Club Bahnhof Ehrenfeld Köln, 12.11.2018

Mike Vennart steht unter der großen bogenförmigen Decke des Club Bahnhof Ehrenfelds während einige Meter über ihm in rasender Geschwindigkeit Regionalzüge und Güterwaggons vorüberziehen. Davon bekommt man im stickigen Raum unterhalb der Bahngleise gar nichts mit. Was einem jedoch nur schwerlich entgehen kann, ist der ergraute Herr, der mit seinen drei Kollegen auf der Bühne am Ende des vielleicht zur Hälfte ausverkauften Raums steht und auf beeindruckende Weise verwurschtelte Songs aus dem Ärmel seines Geparden-Hemdärmels zaubert – bei der sympathischen Person handelt es sich

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Muse - Simulation Theory

Muse – Simulation Theory

Das britische Rock-Trio Muse ist dafür bekannt, die eigene Komfortzone gerne auch mal zu verlassen und seine Tentakel in Richtung andere Musikstile zu strecken. Schaut man sich die Diskographie der Band, die in der Vergangenheit bereits sieben Studioalben veröffentlichte, an, so stößt man auf Ansätze von Dub-Step auf „The 2nd Law“, entdeckt auf „The Resistance“ eine dreiteilige Rock-Operette und auf „Black Holes & Revelations“ die 6-minütige Western-Hymne „Knights Of Cydonia“. Stellte das düstere „Drones“ einen direkten Bezug zu der Rock-Vergangenheit der Gruppe

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I Dont Know How But They Found Me

I Don’t Know How But They Found Me – 1981 Extended Play

Ich stehe ja auf abgefahrene Bandnamen. Und manchmal führt alleine das schon dazu, dass ich mir eine Band anhöre. So auch geschehen bei I Don’t Know How But They Found Me. Warum dieser Name? Gute Frage. Der Pressetext sagt, dass das irgendwas mit dem Film Zurück in die Zukunft zu tun hat. Nie gesehen, also keinen Schimmer. Aber das ist ja auch egal. Darüber hinaus enthält der Pressetext noch allerlei andere Referenzen, T. Rex, Bowie, Oingo Boingo und Tears For Fears. Okay, Bowie sagt mir natürlich etwas, aber der Rest? Noch nie gehört, abgesehen von den großen Dinosauriern, denen man

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Enter Shikari - A Flash Flood Of Colour

Plattenkrach: Enter Shikari – A Flash Flood Of Colour

Plattenkrach Nr. 16! Diesmal lief bei Jonas und Christopher Enter Shikari – bei Jonas freiwillig, bei Christopher nur ein kleines bisschen freiwillig. Gekracht hat es diesmal nur gemäßigt. Also auf, auf! Post-Hardcore-Alarm aus der UK! Ready?

Jonas sagt dazu:

Oft ist es das Gesamtpaket, das eine tolle Platte auf die Ebene eines Meisterwerks hebt. Für Enter Shikaris drittes Album „A Flash Flood Of Colour“ trifft das auf jeden Fall zu. Da wären die stets gesellschaftskritischen Texte des Quartettes, die vor Metaphern nur so triefen und es durchgängig schaffen trotz der klaren Botschaft

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Idles, Zakk Düsseldorf, 03.11.2018

Idles, Zakk Düsseldorf, 03.11.2018

Wie Punk-Shows in den 1980ern wohl gewesen sein müssen? Diese rohe Energie, die rebellische Wut, gleichzeitig der positive Nutzen, den die Anhänger aus der Musik ziehen konnten – heutzutage scheint sich im Punk das meiste meilenweit davon weg abzuspielen. Mit den Ursprungsentwicklungen hat das häufig wenig zu tun. Der Erfolg von Idles kam vergleichsweise schnell: Erst im letzten Jahr schmiss das Quintett aus der britischen Hafenstadt Bristol ihr Debütalbum „Brutalism“ auf den Markt und konnte sich sowohl von Kritikern, als auch (neugewonnenen) Fans massenweise Lob einsacken. Knapp

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