So war das Juicy Beats Festival 2016!

Letztes Wochenende war es endlich wieder so weit! Das letzte Juli Wochenende stand an und somit war wieder Juicy Beats Time. Jedes Jahr findet im Westfalenpark in Dortmund an diesem Wochenende dieses schöne Festival statt. Besonders ist hier vor allem das Konzept. Nicht nur das Line-Up, welches sich zwischen Punk-Rock, Rap und Elektro bewegt, sticht hier hervor. Auch das Gelände ist einzigartig. Im Westfalenpark verteilt befinden sich, neben den zwei Mainstages, etliche Bühnen, auf denen DJs, Bands und Künstler auftreten. Selbst, wenn man gerade keinen Künstler im Line-Up kennt, lohnt sich immer ein Spaziergang über das Gelände, auf dem man sicherlich einige neue Künstler für sich entdeckt.

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Nachdem letztes Jahr, der ersten Juicy Beats-Ausgabe, die zweitägig stattfinden sollte, der zweite Festivaltag wegen Unwetterwarnung abgesagt werden musste, fand die Veranstaltung dieses Jahr das erste mal Freitag und Samstag statt. Unser Freitag begann schon recht früher mit dem Opener der Mainstage I AM JERRY. Die Newcomer aus der Metropole Sprockhövel bei Bochum spielen deutschen Indie-Pop mit Einflüssen aus Rock, Rap und Elektro. Besser kann eine Band eigentlich musikalisch nicht zu dem Festival passen. Dementsprechend gut war dann auch schon die Stimmung auf und vor der Bühne, obwohl es noch sehr früh war. Die junge Band hat schon einiges an Bühnenerfahrung, was man auch merkt. Die werden noch ganz groß!

Es folgten Tube & Berger, was aber so überhaupt nicht unseres war. Typisches EDM-Gedudel, was momentan so gehyped wird. Schade. Wer auf David Guetta und Co. steht, sollte hier aber auf seine Kosten gekommen sein.

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Mit den 257ern stand darauf auch schon der erste Act, der letztes Jahr auf Grund des Gewitters absagen musste, auf der Bühne. Eines muss man dem Rap-Duo, was letztes Jahr noch ein Trio war und mittlerweile auch eigentlich keinen richtigen Rap mehr spielt, lassen: Stimmung machen können sie. Hits, wie „Baby Du Riechst“ oder die aktuelle Single „Holland“ werden ausnahmslos vom Publikum gefeiert. Gegen Ende gab es dann für die ersten Reihen noch ein erfrischendes Schaumbad.

Foto 29.07.16, 21 55 35Deichkind sollten das Publikum nun mit einer perfekt durchchoregraphierten Show die letzte Energie nehmen. Dieser Perfektionismus im Bühnenbild und Performance gepaart mit der Energie der Menge haben Eindruck hinterlassen. Gefühlt folgte Hit auf Hit, Moshpit auf Moshpit und Mitgröhl-Part auf Mitgröhl-Part. Sehr gute Festivalshow der Band!

Weiter ging es am nächsten Morgen mit Hip-Hop von MoTrip, der trotz der frühen Spielzeit schon eine beträchtliche Menge vor die Mainstage locken konnte. Schnell wurde jedoch klar, dass der Großteil der Zuschauer nur auf den Hit „So Wie Du Bist“ gewartet hatte, der als letzter Song des Sets gespielt wurde. Schnell reckten sich etliche Handybildschirme in den Himmel, um diesen Moment auf verwackelten Handyaufnahmen in atemberaubend schlechter Qualität festzuhalten. Trotzdem ein solider Auftritt.

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Noch mehr Rap lieferten auf der 2nd Mainstage das Trio Antilopen Gang, die mit ihrem politischem Rap für große Moshpits sorgten. Man merkt den Jungs einfach an, dass schon Jahre Bühnenerfahrung hinter ihnen liegen. Sehr gute Live-Qualität! Als dann gegen Ende der Internethit „Fick Die Uni“ gespielt wurde, war die Crowd, inklusive des crowdsurfenden Rollstuhlfahrers, gar nicht mehr zu halten. Die Antilopen gehen eigentlich immer.

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Wir begaben uns darauf zu der „Bring Your Own Beats“-Stage, auf der kleinere Hip-Hop-Künstler und Beat-Bauer auftraten. Bei unserer Ankunft legte noch Robot Orchestra, der unter anderem schon Beats für Weekend oder Skyblew gebastelt hat, auf. Sehr coole Beats bekamen wir da präsentiert. Danach betrat Gold Rogger mit seinen Beat-Makern Dienst & Schulter die kleine Bühne und präsentierte der beschaulichen, aber interessierten Menge eine gute Dreiviertelstunde ironischen Hip-Hop. Qualitativ hochwertige Beats, gemischt mit guten, lustigen Texten bilden das, was Gold Rogger auszeichnet. Einfach gute unterhaltsame Musik!

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Zurück ging es wieder zu der 2nd Mainstage, wo Wanda den Tag abschließen sollten. Die Österreicher brachten mit ihrem Mix aus Rock’n Roll, Pop und Indie-Rock knappe anderthalb Stunden gut Stimmung vor die Bühne. Zwischendurch wurde auf Zuruf dann der Beef mit der Band Annenmaykantereit, die zuvor auf der ersten Mainstage gespielt hatten, aufgegriffen. Laut Sänger Michael Marco Fitzthum sei Wandas Musik zum Feiern und Party machen, hingegen Annenmaykantereit ja eher zum Schlafen und Ausruhen seien. Mal schauen, ob diese Streitigkeiten zwischen den Bands, die von einem Interview, in dem Annenmaykantereit Frontmann Henning May seinen Wunsch nach der Auflösung Wandas kundgetan hatte, ausgeht, bald eskaliert. Hier bleibt es spannend. Ein sehr guter Auftritt Wandas und ein würdiger Abschluss war das trotzdem!

Nach den Auftritten der Headliner hatten die Besucher noch die Chance bis vier Uhr auf einem der etlichen Floors zu Dubstep, House, Techno oder auch Indie zu feiern. Hier herrschte, wie auf dem restlichen Festival, ausgelassene Stimmung. Das Juicy Beats Festivals ist jedes Jahr einen Besuch wert. Neben dem Line-Up ist auch die Location einfach perfekt. Ob Konzert oder Festival, der Westfalenpark ist einfach klasse! Wir freuen uns auf das nächste Juicy Beats, in dem das Festival an dem Wochenende um den 29. Juli über die Bühne geht.

So sah das letztes Jahr aus:

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Fotos von Jonas Horn.

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