Interview mit Her’s über “Invitation to Her’s” und Drum-Computer!

Her's Interview Invitation to Her's

(English version below!) Her’s aus Liverpool sind ein schräges Duo. Den einen zog es zum Studieren aus der Norwegischen Provinz in die englische Hansestadt, den anderen aus ähnlichen Beweggründen aus einer britischen Kleinstadt in die Großstadt. Im Studium lernten sich die zwei Menschen aus unterschiedlichen Ecken der Welt dann kennen. Ersterer ist Audun Laading – Bassist der Gruppe – zweitgenannter Stephen Fitzpatrick, Gitarrist und Sänger des Zweigespanns. Um die sonderbare Konstellation abzurunden: Ein Drum-Computer ergänzt ihre reduzierte Besetzung. 

Für die Band ging es innerhalb kürzester Zeit von ganz unten nach – naja – fast nach oben. Erst im April 2016 ging bereits kurz nach Bandgründung ihre erste Doppel-Single online. Zwei Jahre später ist eine Compilation und das Debüt-Album „Invitations to Her’s“ erschienen, etliche Indie-Festivals gespielt und eine erste Europa-Tour in vollem Gange. Vor ihrem Konzert in Köln trafen wir uns mit dem zwei Protagonisten.

minutenmusik: Ihr reist gerade durch Europa und spielt eure erste richtige Headline-Tour. Wie läuft die bislang so?

Stephen: Sehr gut! Im letzten Monat waren wir in Amsterdam, Brüssel und in Dänemark. Gestern haben wir dann das erste Mal in Berlin gespielt.

Audun: Ja, wir dringen in neue Bereiche der Erde vor. Es kommen tatsächlich Menschen zu den Shows, um uns zu sehen, was wir nicht erwartet hätten, weil alles so weit weg von unserer Heimat ist und wir vorher nur Festivals gespielt haben. Als erste Headline-Tour ist das also alles sehr schön.

minutenmusik: Im letzten Jahr habt ihr bereits in Deutschland gespielt, nämlich auf dem Way Back When Festival in Dortmund. Findet ihr, dass sich das Publikum in Mitteleuropa von dem in der UK unterscheidet?

Stephen: Auf jeden Fall! Vor allem in Deutschland sind die Leute sehr aufmerksam. Zwischen den Songs ist es ruhig, während in der UK öfter mal irgendwas gebrüllt wird. Wir haben da aber keine Präferenz. Wir mögen beides.

Audun: Wir sind es nicht gewohnt, dass Leute darauf achten, was wir auf der Bühne sagen. Normalerweise quatschen wir einfach drauf los. Die Menschen sind hier so respektvoll. Nach den Songs wird geklatscht, dann kehrt aber Ruhe ein. Hier geht es glaube ich mehr um die Musik. In der UK dreht sich alles mehr um den Spaß, was auch interessant ist.

minutenmusik: Über Konzerte in der UK habe ich gehört, dass die Fans dazu tendieren erst nach dem Support-Act aufzukreuzen, weil die Veranstalter am Konzerttag einen Zeitplan veröffentlichen.

Stephen: Ja, das ist schon so. Vor allem wenn man Teil einer so kleinen Szene ist, wie wir es in Liverpool sind, schreiben einen öfter mal Menschen an und fragen, wann man auf der Bühne steht, wenn das nicht bereits auf Facebook gepostet wurde, was auch sehr verbreitet ist. Wir versuchen zu vermeiden, die genaue Zeit zu nennen und antworten meistens nur mit der Zeit, zu der die erste Band zu spielen beginnt.

minutenmusik: Das ergibt ja auch total Sinn, weil die Idee, die hinter Vorbands steht, ist, diese neuen Leuten vorzustellen.

Stephen: Für einen selber ja auch etwas neues, was man noch nicht kennt, auszuprobieren. Wir haben auch stark davon profitiert, als Support unterwegs gewesen zu sein.

minutenmusik: Wo wir bei Support-Shows sind: Im März habt ihr als Voract von den Beach Fossils auch in Bangkok, der Hauptstadt von Thailand, gespielt. Wie waren die Reaktionen auf euch dort im Vergleich zu denen in Europa?

Audun: Ich glaube wir haben auf der Bühne ein bisschen zu viel Englisch gesprochen. (lacht) Aber es war trotzdem schön. Die Leute wollten alle einfach nur eine tolle Zeit mit ihren Freunden erleben. Obwohl wir so viel Unsinn gequatscht haben, waren die Menschen sehr heiß auf uns.

Nach unserer Show haben wir uns die Beach Fossils angeschaut, weil die Band so etwas wie Helden für uns ist. Als wir dann im hinteren Teil des Konzertsaals standen, haben die Leute uns irgendwann bemerkt. Es hat sich herausgestellt, dass die Menschen aus Bangkok es lieben Fotos zu schießen. Wir haben also etwa 70 Fotos im hinteren Teil des Raumes geschossen, während die Beach Fossils gespielt haben. Das war super unangenehm.

Natürlich war das auch eine sehr schöne Geste, aber während der Hauptact seinen letzten Song gespielt hat, standen die Leute bei uns bereits Schlange. Das tat uns so leid! Aber es hat Spaß gemacht all diese Fotos zu schießen. Wir haben viel gepost und ein bisschen Social-Media-Erfahrung gesammelt. (lacht)

minutenmusik: Das klingt echt nach einer unangenehmen Situation! Eure Bandzusammensetzung unterscheidet sich von der „normaler“ Gruppen. Wie seid ihr auf dieses besondere Gitarre, Bass und Drum-Computer Set-Up gekommen? Hat sich das natürlich dahin entwickelt oder wolltet ihr einfach keine „normale“ Band sein?

Stephen: Beides. Vor der Band waren wir die Rhythmus-Sektion einer anderen Gruppe. Wir waren es also gewöhnt in Bands mit Schlagzeug zu spielen und ich war immer ein Schlagzeuger gewesen. Also gibt es diese eine Seite, einfach etwas neues ausprobieren zu wollen. Auf der anderen Seite war das alles auch total natürlich, weil wir zu unseren Anfängen keinen passenden Schlagzeuger im Kopf hatten und ich Zuhause diese Drum-Maschine rumfliegen hatte. Irgendwie ist das also auch einfach zur richtigen Zeit passiert.

Audun: Wir hatten aber auch gar nicht geplant eine Band zu starten. (lacht) Das ist auch einfach so passiert. Wir haben einfach in Stephens Wohnung zusammen ein bisschen Musik gemacht, einen Song in einer Nacht geschrieben und ihn die nächste Woche veröffentlicht. Wir wollten dann auch irgendwie das Schlagzeug schnell fertigbekommen, also haben wir es auf dem Drum-Computer programmiert. Das ist bislang dann einfach so geblieben und hat auch ein wenig eine Eigendynamik entwickelt.

minutenmusik: Der Drum-Computer hat auch einen Namen, richtig?

Audun: (lacht) Ja, er hat ein wenig Persönlichkeit entwickelt. Er hat ein Schutztier namens „Pierce Brosnan“, der der ursprüngliche Schlagzeuger der Band ist. Wir hoffen unsere Show eines Tages auf ein neues Level heben zu gönnen.

minutenmusik: Irgendwann spielt ihr mit Pierce Brosnan.

Audun: Das ist das letzte Ziel der Band!

minutenmusik: Wir werden sehen, ob das eines Tages hinhaut. Beim hören eures Debüt-Albums sind mir als Referenzen Bands wie die Gorillaz oder die Beach Boys in den Sinn gekommen. Was inspiriert euch wirklich?

Stephen: Auf jeden Fall die Beach Boys! Die mögen wir sehr. Außerdem Sachen, wie die Beatles oder modernes Zeug, wie Ariel Pink oder Mac DeMarco. Das sind einige unserer zentralen Einflüsse.

minutenmusik: Also beeinflusst euch hauptsächlich Musik oder gibt es auch Bücher und Filme, die euch inspirieren?

Stephen: Wir haben sehr viel Twin Peaks und Twilight Zone geschaut. Dazu haben wir auch eine sehr enge Verbindung. Wir haben beispielsweise versucht Songs in der bestimmten Stimmung einer Folge zu schreiben – etwas zu machen, das gut zu einer bestimmte Szene passen würde.

Audun: Genau oder auch den Song, den James in Twin Peaks auf dem Boden sitzend spielt nachzubilden. Sich vorzustellen man säße in der Serie auf dem Boden und singe einen Song.

minutenmusik: Das klingt sehr interessant! In Vorbereitung auf unser Gespräch habe ich mir einige Interviews von euch durchgelesen. Da habe ich öfters lesen können, dass euch eine bestimmte Philosophie verbindet. Wie sieht diese aus?

Audun: Als Personen denken wir oft sehr ähnlich. Das zieht sich durch alles, zum Beispiel aber auch durch Musik. Außerdem sind wir in sehr ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen: Beide in eher kleinen Orten, in denen nicht so viel los war. Wir sind beide mit der Hoffnung etwas aufregenderes zu finden nach Liverpool gekommen. Von da ausgehend sind wir uns auch ethisch häufig einig. Es hat also total Sinn ergeben, dass wir so schnell Freunde geworden sind.

Ich glaube das ist auch, worauf die Band letzten Endes aufbaut: Unserer Freundschaft. Wir waren gute Freunde, die sich dazu entschieden haben etwas Gitarre zusammen zu spielen und jetzt sind wir auf einmal hier. (lacht)

minutenmusik: Lasst uns mal ein wenig über eure neue Platte sprechen! Die „Songs of Her’s“-Compilation bestand hauptsächlich aus Liedern, die ihr innerhalb der letzten zwei Jahre veröffentlicht habt. Was war euer Ansatz, als es danach an das Debütalbum ging?

Stephen: Das war anders. Wie du das schon gesagt hast, sind die Songs auf dem ersten Werk nach und nach entstanden und rausgekommen. Da haben wir die Songs als Singles einfach einzelnd veröffentlicht. „Songs of Her’s“ hat das nur gebündelt. Diesmal für „Invitation to Her’s“ wussten wir, dass wir ein Album machen werden und sind auch so an die Sache herangegangen.

Wir haben die Stücke zuerst als Demo aufgenommen. Das haben wir zuvor nie getan. Außerdem haben wir am Anfang mit Sounds experimentiert und diese produziert, was wir bislang ebenfalls noch nie getan haben.

Audun: Die erste Veröffentlichung drehte sich vor allem darum, die Identität dieser Band zu finden und uns selbst den Leuten vorzustellen. Im Streaming-Zeitalter ist es sehr riskant einfach so ohne Hintergedanken ein Album rauszuhauen. Wir waren uns sehr sicher, dass wir das so nicht machen wollten. Deshalb haben wir uns viel Zeit dabei gelassen den richtigen Produzenten und ein passendes Label zu finden. „Songs of Her’s“ ist eine Zusammenfassung von alldem, wohingegen „Invitation to Her’s“ das erste richtige Projekt ist. Deshalb haben wir das auch erst als unser Debütalbum betitelt.

Als wir mit dem Arbeiten zur Platte angefangen haben, stand das also alles schon. Deshalb konnten wir einen Monat einfach nur intensiv an Demos arbeiten, was wir bislang auch noch nicht getan hatten. Für uns war es außerdem neu, alles von vorne bis hinten aufzunehmen, weil die Kompilation in mehreren Portionen über eine längere Zeit entstanden ist. Wir mussten also unseren eigenen Prozess finden und auch herausfinden, wie die Menschen auf die Drum-Computer-Situation reagieren würden. Wir hatten am Anfang etwas Angst, den Drum-Computer übezuproduzieren, als wir den Schritt hin zum Ableton-Set-Up [Anmerkung: Musiksoftware] sind, in dem wir die Möglichkeit haben, mehr zu programmieren. Das alles hat unser Selbstvertrauen sehr gestärkt.

minutenmusik: Gab es eigentlich auch verwirrte Reaktionen im Bezug auf die Drum-Maschine?

Stephen: Die Leute sind immer noch irritiert dadurch. Ich denke die meisten verstehen das mittlerweile. Wenn man die Band kennt, versteht man einfach, dass das ist, was wir wollen. Aber es gibt auch genug Leute, die uns fragen, wo unser Schlagzeuger sei.

Audun: „Ist er heute krank?“ Die Frage haben wir schon einige Male gehört. Wir kriegen ab und an sogar raffinierte Vorschläge.

Stephen: Ein Typ kam letztens zu mir, hat mir eine geheime Notiz gegeben und gesagt, die sei nur für mich. Ich dachte schon, das sei LSD oder sowas. Ich habe es also geöffnet und da stand nur „sucht ihr einen Schlagzeuger?“ mit einem Smiley und seiner Handynummer. Wenn du das liest: Du bist sehr nett, aber wir brauchen leider momentan keinen Schlagzeuger. Aber danke! (lacht)

minutenmusik: Wie man hier schon merkt, nehmt ihr euch selbst oft nicht so ernst. Der Song „Mannie’s Smile“ handelt von deinem Kater, Stephen. Wenn du eine Konversation mit ihm führen könntest, was würdest du ihm erzählen?

Stephen: Ich würde ihn fragen, wie es ihm geht. Ob er Herzschmerz hätte oder wegen irgendetwas verunsichert ist. Und ich würde mich bei ihm entschuldigen. Das ist auch irgendwie, wovon der Song handelt. Er enthält meine Nachricht an Mannie.

Audun: Du hattest nicht wirklich die Chance eine enge Verbindung zu ihm aufzubauen.

minutenmusik: Oh, du hast ihn nicht mehr bei dir?

Stephen: Ja, eines Tages war ich in der Uni, als mein Vater mir eine Nachricht schrieb, er habe ihn weggeben. Ich bin mit ihm aufgewachsen. Aber ich hoffe, Mannie würde mir erzählen, dass alles gut ist. Wir haben ihn an einem alten Mann gegeben, der seine Frau verloren hatte. Das war also ein guter Tapetenwechsel für Mannie.

minutenmusik: Er lebt also vermutlich noch?

Stephen: Ich weiß es nicht! Aber ich hoffe es.

minutenmusik: Falls nicht, hört er im Katzen-Himmel immer deinen Song.

Stephen: Bekommen haben wir ihn, als er drei war. Er müsste mittlerweile also zehn Jahre alt sein? Er ist also schon ein alter Kater.

Audun: Ich glaube Katzen können bis zu vierzehn Jahre alt werden. Ihm geht es also sicherlich gut. Alte Menschen verwöhnen ihre Haustiere.

minutenmusik: Das ist trotzdem eine traurige Geschichte! Als finale Frage: In der UK gibt es um euch einen kleinen Hype. Könnt ihr diesen Hype aus eurer Sicht verstehen?

Audun: Das ist schwierig zu beantworten. Wir hatten nie im Kopf eine ernsthafte, große Band zu sein. Das ist deshalb schon etwas obskur, jetzt hier zu sein. Wir spielen die Musik, die wir wirklich mögen und haben ein Album rausgebracht, auf das wir sehr stolz sind. Wir fühlen uns dennoch sehr privilegiert, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Es ist unglaublich, dass so viele talentierte Personen uns Aufmerksamkeit bescheren.

Stephen: Hype ist oft etwas komisch, weil der oft auch nur dadurch ausgelöst werden kann, dass man die richtigen Personen kennt. Es gibt viele Bands, die wir kennen, die viel mehr Hype verdient hätten, als sie bekommen. Eine Verbindung zu der Musik-Industrie in der UK zu bekommen, ist oft schwierig. Die ist sehr wählerisch. In einem bestimmten Ausmaß ist das unbeständig und beliebig, wer da Hype erlebt.

Audun: Wir haben die Platte über ein Label veröffentlicht und auf einmal versuchen wir Vollzeit Musiker zu sein. Wir sind also vom Burger-Ausliefern auf dem Fahrrad sehr schnell dahin gekommen, dafür bezahlt zu werden, Musik aufzunehmen. Das können wir fast nicht glauben. Das ist unglaublich.

minutenmusik: Dann wünsche ich euch mal, dass ihr auch in Zukunft weiter von eurer Musik leben könnt. Danke für das Interview!

Das Album “Invitation to Her’s” kannst du dir hier kaufen.*

Und so hört sich das an:

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https://youtu.be/OndyizSdCEE

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Foto von Neelam Khan Vela.

English version:

minutenmusik: Right now you are on your first real European tour. How is that going so far?

Stephen: It has been really nice! In the past month we have been in Amsterdam, in Brussels, in Denmark, yesterday we been in Berlin for the first time. It is pretty good.

Audun: Yeah, we have been covering new ground! People are coming out to watch us, what we did not expect, because it all is super far and we only did festivals prior this. So for the first real headline-run it has been pretty nice!

minutenmusik: You already been to Germany in the last year. We saw you playing Way Back When Festival in Dortmund last September and were pretty impressed with that show! Do you think crowds in mainland Europe and the UK differ from each other?

Stephen: Yeah, for sure. Especially in Germany the crowds are very intentive. It is silent between songs, when in the UK you have people shouting and stuff. But we do not really have a preference. We like both. They are both pretty interesting. 

Audun: We are not really used to people paying attention what we are talking about. Usually we just blab on while on stage. Here people are so respectful. They clap after a song is finished, but then stay silent. It is about the music a lot of the time. In the UK it is more about the crack (?) and banter, which is fun too.

minutenmusik: I heard from some people, that people in the UK tend to arrive after the support act, because the organizers post a timetable the day of the gig. They do not do that in Germany that often.

Stephen: Yeah, that does happen. Especially when you are part of a small scene, as we are in Liverpool, you will have people messaging you asking what time you are on, if it has not already been posted on Facebook, which is pretty common. We try to avoid saying it all the time and mostly just tell, when the first band is gonna start.

minutenmusik: I think that totally makes sense, because the idea behind support acts is for them to gain a wider audience and reach to new people.

Stephan: And for the people also to try something new, you have never seen! We benefited from being a support act too.

minutenmusik: In march you also been in Bangkok, the capital of Thailand, supporting Beach Fossils. In comparison to the European crowds, how did the crowds over there differ?

Audun: We felt like we were talking a bit to much english on stage. (laughs) But yeah, it was super nice. People just wanted to have a really good time with their friends at a gig. So they were super up for it, even if we spoke a lot of nonsense on stage.

Afterwards we were watching Beach Fossils playing, because they obviously are heroes for us. When we stood there in the back of the room people were noticing, that we were there. What turns out is, that they just love taking photos in Bangkok. So we took like 70 photos at the back of the concert room, while Beach Fossils were playing. That was super awkward!

I mean, it is super nice, but there was starting to be a queue, while Beach Fossils were playing their last song. We really did not mean for this to happen. We were so sorry for the band! But it was nice taking all them photos. There was a lot of posing – getting a bit of media-training! (laughs)

minutenmusik: Sounds really strange! Your lineup obviously differs a lot from the usual band line up with bass, guitar and drums. How did you come up with this special guitar, bass and drum computers set up? Was that more a natural development or more wanting trying something new and not wanting to be a regular band?

Stephen: It is a bit of both, actually. We were the rhythm-section in the band we have been before. So we were used to be in bands with drums and I used to be a drummer. So there was that site of wanting to do something different. Then it was also very natural in the fact, that we did not have any drummer in mind when we started and I had a drum-machine. So that was also kind of there in right time as well.

Audun: We were not planning on starting the band either. (laughs) That also just kinda happened. So we were just playing some music down at Stephen’s flat one day and wrote a song in that night and released it the same week. We just wanted to get the drums going and programmed them on the drum-machine. That just stuck with us since growing into its own thing a bit.

minutenmusik: It has a name, right?

Audun: (laughs) Yeah, it does have a bit of personality. It does have a spirit animal named „Pierce Brosnan“ – it is the ordinary drummer of the band. One day we hope to game up on stage. (laughs)

minutenmusik: Have Pierce Brosnan play with you!

Audun: Yes, that is the ultimate goal of the band!

minutenmusik: We will see if you get to do that. While listening through your debut-album bands like Gorillaz or Beach Boys came in my mind as references. What does really inspire you making music?

Stephen: Definitely Beach Boys! We are really into them. Also stuff like The Beatles or more modern stuff like Ariel Pink and Mac DeMarco. Those are some central influences on what we do. 

minutenmusik: Is it mostly music or are there books or movies that also inspire you?

Stephen: We watched a lot of Twin Peaks and Twilight Zone. So we are really bonded over that too. We tried to approach some songs of the perspective of a mood of an episode. Just try to write something, that would fit a specific scene, which is a fun thing to do.

Audun: Yeah, like recreating that songs James plays on the room floor in Twin Peaks and get that kind of a mood. Just imaging sitting on the floor in Twin Peaks and singing a song.

minutenmusik: Sounds really interesting. Reading through interviews in preparation of our talk I often read you two consider yourself having a similar philosophy. What does that philosophy look like?

Audun: As persons we think of things the same way a lot. That goes throughout everything, for example through music. Our growing up also has been quite similar in a sense, that we both grew up in smalish places without much excitement going on. We both came to Liverpool hoping to to find something more exciting. From there ethically we agree so much. It made sense we became good friends pretty quick. 

I think that is ultimately what the band is based on: the friendship. We were good friends and then decided to play some guitar together and then suddenly we are here somehow. (laughs)

minutenmusik: Lets talk about your new record. The „Songs of Her’s“-Collection consisted of all the songs you put out the last two years. What was your approach for the debut-album after finishing that collection?

Stephen: It was different. Like you said all them songs on the first one came up pretty separated over a long amount of time. We just released the single songs as standalone releases. So „Songs of Her’s“ was just packaging them together. This time we knew we were gonna do an album and we approached it that way.

We demoed all the songs initially, which was something we have not ever done before. We produced it a bit in the beginning and tried to find the specific sounds we wanted before going into the studio, which was also new for us. 

Audun: The first one [„Songs of Her’s“] was also a lot about finding the band’s identity and introducing ourselves.  In the streaming-age it is quite a risk to just plop out an album without thought. We were pretty conscious that from university, that we did not wanna do that. We wanted everything to be right, so we spend a lot time finding the right producer and the right label – the right people to work with. „Songs of Her’s“ ist quite a summation of that, while „Invitation To Her’s“ is the first real project. This is we we endet up calling it the debut-album. It is our first real album project.

So everything was in place already, when we started to work on it. Doing a month of intense demoing was something we have not done before, like Stephen said. Also recording everything back to back was new, because for „Songs of Her’s“ we recorded everything in bulks over a year. It was all separate sessions. So we needed to find out process and find out, how people would react to the drum-machine-situation for example. We were quite afraid of overproducing it from the start, while taking the step to the Ableton-Set-Up, where we are able to trigger more things in drums. That enforced the confidence going into this album.

minutenmusik: Did you have people reacting confused in connection to the drum-machine-situation?

Stephen: People are still being confused by it. I think most people get it. When you know the band, you understand, that this is what we are into. But there are some people, who are asking, where our drummer is.

Audun: „Is he ill today?“ We had that question a couple times. We also get some sneaky suggestions all the time.

Stephen: One guy came over to me the other day and gave me a secret note, telling me this was supposed to be just for me. So I took it and thought its gonna be an LSD-tap or something. I opened it and it just said „Are you looking for a drummer?“ with a smiley-face and his phone number. If that guy is reading this: You are very nice, but we do not actually need a drummer at the moment. But thank you! (laughs)

minutenmusik: You do not take yourselves to serious at times. The track „Mannie’s Smile“ is about your cat. If you could have a conversation with her, what would you tell him?

Stephen: I would ask him, how he is doing. If he had any heartfeelings about anything or is confused. And I would like to apologize to him. That is kind of what the song is about. It is my message to Mannie.

Audun: You did not really have a chance to set your ties with him.

minutenmusik: Oh, he is gone?

Stephen: Yeah, I was at uni and my dad was texting me, telling me he had to get rid of her. I mean, I grew up with her. So yeah, now I would hope, Mannie would tell me, that everything is fine and worked out. We gave him to some old man, that has lost his wife, so I think it was a good move.

minutenmusik: So he is still alive?

Stephen: I do not know! I am hoping he is.

minutenmusik: If not he is listening to the song in cat-heaven all the time!

Stephen: We got him, when he was three. So he might be like ten years old? So he is a old cat now.

Audun: They can get up to fourteen or something, so I am sure he is fine. Old people spoil their pets.

minutemusik: But it still is a sad story. As a last, not so serious question: In the UK there is quite some hype about you as a band. Do you – from your point of view – understand the hype?

Audun: That is a hard one. We never intended to be a big serious band. It is kind of obscure to be over here now. Just in that act. We make the music we really like and put out an album we are really proud of, but we still feel privileged to have so much attention. It is insane, that we are able to get so much attention from all these incredible talentive people.

Stephen: It is a weird one with the hype, because a lot of it can just be knowing the right person. There is a lot of bands we know, that should have way more hype than they do. It is a tough one to engage sometimes in the UK music industry. They are quite picky. There is certain people that do really want to write about us. It is not that it is sooo much or we know so many people. But to an extend it it fickle and random.

Audun: We released the thing on the label and suddenly we were trying to be full-time musicians. We went from delivering burgers on bikes to certainly being paid for demoing music. That is incredible. It has been an incredible time.

minutenmusik: I am wishing you all the best for the bands future. Thank you for the talk!

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