A Projection, Klubb Nalen Stockholm, 25.2.2017

A Projection_Klubb Nalen_Stockholm_Live

Es war Samstag und wir fuhren bis Hötörget, um zum Klubb Nalen zu gehen. Nalen scheint eine Stockholmer Institution zu sein, mit Bar, Restaurang und Klubb haben sie mehrere Eingänge, was einem Neuankömmling erst einmal Kopfzerbrechen bereiten kann.
Nach der ID-Überprüfung (in Schweden Standard) ging es dann hinein. Die Location gefiel mir super gut, eine kleine Bühne in einem kleinen Raum sorgte für eine intime Atmosphäre. Vereinzelt standen Gäste an Stehtischen im Kerzenschein. Vor dem Konzert legten zwei DJs Songs aus einem ähnlichen Genrebereich auf, also alles zwischen Dark Wave, Industrial und Post-Punk. Die Veranstaltung stand immerhin unter dem Namen Klubb Död (Klub Tod), als Kick-Off für das Sommer-Festival Subkult in Göteborg.

Mit ein bisschen Verspätung spazierten dann auch die fünf Bandmitglieder auf die Bühne und von jetzt auf gleich war der doch eher leere Raum plötzlich gut gefüllt – klar, dafür waren die Leute gekommen. A Projection war anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass es mein erstes Konzert im Bereich Post-Punk war, denn im Gesamtkonzept mit der dunklen Location und den vielen schwarz gekleideten, gepiercten und tättowierten Menschen passten auch die schwarz gekleideten Musiker und deren emotionale Texte sehr gut rein. Es war nun einmal eine Veranstaltung für ein alternatives Festival.

Musikalisch überzeugte mich A Projection auf ganzer Linie. Der Sound war überragend abgemischt, sodass die circa 80 Gäste perfekt beschallt wurden – es klang wie von Platte nur noch besser! Zu meiner Freude spielten sie nahezu jedes Lied vom aktuellen Album, sodass sogar ich einige Textzeilen mitsingen konnte, der die Band ja erst kürzlich kennenlernte. Sie spielten auf hohem Niveau; sehr gut einstudierte Abläufe und keine für mich hörbaren Spielfehler störten den Auftritt. Man konnte die Musik und die fantastische Stimme von Isak so richtig genießen und sich fallen lassen in den Synthie-Klängen, den Bässen und den großartigen Schlagzeugfills. Sehr gut gefiel mir die gering dosierte Menge Publikumskontakt, die meiner Meinung nach zum Erlebnis A Projection bestens passt, viel mehr als ein “Tack så mycket” hin und wieder gab es nämlich nicht. Stattdessen wurde ein Lied nach dem anderen, meist vom Schlagzeuger Jesper begonnen und ein tolles Programm von insgesamt ein bisschen mehr als einer Stunde durchgezogen.

A Projection ist sicherlich nicht jedermanns Sache, dafür sind sie zu alternativ. Wer aber etwas mit den Klängen vom Album anfangen kann, für den lohnt sich ein Konzert auf jeden Fall!

Nach dem Konzert waren die Jungs übrigens umso mehr an Publikumskontakt interessiert, man konnte sich super mit ihnen am Merchstand unterhalten!

So hört sich das an:

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Foto: Max Keller

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