CALIBAN – Elements

Mittlerweile sollte der Name CALIBAN den meisten Leuten ein Begriff sein, die sich entweder für Metal interessieren oder sich häufig auf Festivals rumtreiben. Dort hat sich die Band im Laufe der letzten Jahre konstant eine immer größere Fanbase erspielen können – dementsprechend viele verspürten auch eine Vorfreude auf das neueste Werk “Elements”. Wie verknüpft die Metal-Szene ist, zeigt ein Blick auf die Produzenten des Albums: Andy Posdziech von Any Given Day, Sebastian “Sushi” Biesler von Eskimo Callboy und Callan Orr von Dream On, Dreamer griffen der Band dieses Mal unter die Arme. Nicht weniger beeindruckend ist die Gästeliste für dieses Album: Konkurrenzkampf war gestern, heute unterstützt man sich!

Trotzdem erklang im Bezug auf das neue Material häufig der altbekannte Vorwurf: Weil CALIBAN nun häufiger auf Clear Vocals zurückgreifen, sind sie nicht mehr “true” genug, sondern einfach nur noch Sellout. Von solchen Einschätzungen sollte man sich natürlich am besten selbst ein Bild machen, wir sind jedoch der Meinung, dass dieses Album sehr weit von einem Sellout entfernt ist. Schon der Opener “This is War” knüppelt ohne große Umschweife drauf los, um dann in einem Refrain zu münden, der zum Fäuste-in-die-Luft-Recken gemacht ist. Auch der einzige deutschsprachige Song “Ich blute für dich” mit der Unterstützung von Matthi von Nasty und “Sushi” von Eskimo Callboy behält dieses Tempo bei – sprintet dabei teils sogar schnell voran, dass man die Screams kaum verstehen kann. Im weiteren Verlauf klingt auch mal mehr Modern Metal durch, wie in “My Madness”. Manche Songs beginnen eher seichter, um dann doch wieder richtig loszulegen, wie auch “Before Late Becomes Never”. .Im Refrain erklingen noch Clear Vocals, dann plötzlich die tiefen, markanten Growls von niemand Geringerem als CJ McMahon von Thy Art Is Murder! Muss man natürlich drauf stehen, aber so einen Metal-Giganten für seine Sache zu verpflichten, ist für eine Band schon ein großes Ding! Nicht weniger überraschend dann die Unterstützung von Brian “Head” Welch von Korn im Song “Masquerade”. Auch dieser drückt dem Song seinen ganz eigenen Stempel auf. Brauchen CALIBAN diese Gastsänger alle? Eigentlich nicht, die Songs haben auch ohne sie durchweg eine hohe Qualität. Gleichzeitig beträgt die Spielzeit aber 55 Minuten. Genau hier ist auch der (einzige) Haken an der Sache. Bisherige Fans der Band werden sich über gleich 15 Songs freuen, für alle anderen wirkt das vielleicht etwas zu viel, was eben insbesondere an dem recht homogenen Sound liegen kann. Etwas weniger hätte es auch getan, dennoch: Sellout? Davon haben wir nicht wirklich etwas mitbekommen. Zwar ertönen des Öfteren Clear Vocals, diese werden aber meist untermalt von Screams und Growls. Und zu seicht sollte das Album selbst den härtesten CALIBAN-Fans nicht sein.
Zwar kommt die Band aus Essen, hier klingen sie aber ein Mal mehr genau so bombastisch wie die internationale Konkurrenz!

Und so hört sich das an:

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Caliban live 2018:

  • 15.06.2018 Tower Bremen
  • 16.06.2018 Musikzentrum Hannover

Rechte am Albumcover liegen bei Century Media Records.

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