Charlie Puth – Voicenotes

Mit seinem Debütalbum „Nine Track Mind“ tauchte Charlie Puth vor zwei Jahren auf der Bildfläche auf, nachdem er zuvor bereits auf der Plattform YouTube Videos begeistern konnte und heimste einen Erfolg nach dem Anderen ein. Songs wie „See You Again“, „We Don’t Talk Anymore“ oder „Marvin Gaye” standen repräsentativ für den Erfolg des Sängers, dominierten wochenlang die Charts und liefen in den Radios rauf und runter. Mit „Voicenotes“ hat Charlie Puth nun sein lang ersehntes zweites Studioalbum veröffentlicht.

Bereits mit seinen Vorabsingles „How Long“ und „Attention“ deutete Charlie Puth einen Richtungswechsel in seiner Musik an. Beide Titel sind Up-Beat Nummern mit R&B Einschlägen, die sich auch auf dem gesamten Album wiederfinden. Stand „Nine Track Mind“ noch für einfühlsame Balladen, findet man auf „Voicenotes“ größtenteils eher solche Up-Beat Nummern. Nachteil an dieser Sache ist, dass sich diese von den Arrangements und Melodien oftmals sehr ähnlich sind und infolgedessen leider auch austauschbar klingen. Es fehlt dadurch das gewisse Etwas, mit dem Charlie Puth bisher so überragend überzeugen konnte. Songs wie „Patient“ oder „Through It All“ stechen da schon sehr heraus, da sie deutlich ruhiger und feinfühliger klingen.

Auch vermisst man ein wenig die lyrischen Ergüsse des Sängers. Charlie Puth singt über Frauen, besingt seine Lebenserfahrungen, Liebschaften und dann erneut die Frauen. Und natürlich die Liebe. „Voicenotes“ bietet insgesamt sehr wenig Tiefgründigkeit, es fehlen Emotionen, Variationen sowie Persönlichkeit. Dabei sind die Songs dennoch sehr schön eingängig, super rhythmisch und modern. Es scheint allerdings egal, ob der Song nun „Attention“ oder „Empty Cups“ heißt – es herrscht zu viel Einerlei. Das Highlight des Albums liefert Charlie Puth dann nach zwölf Songs mit dem Titel „Through It All“, der eigentlich alles vereint, was man sich von ihm wünscht.

Natürlich sollte man das Album eines Künstlers nicht mit dem Vorgänger-Album vergleichen. Bei Charlie Puth bleibt dieser Vergleich allerdings nicht aus, da „Nine Track Mind“ mehr als brilliant konzipiert war. Mit „Voicenotes“ kommt der Sänger nicht an den selbst geschaffenen Standard heran, obwohl auch „Voicenotes“ einige gute Momente mit sich bringt. Singles wie „Attention“ sind absolute Radio Hits, gehen ins Ohr und bleiben auch dort. Stimmlich begeistert der Sänger darüber hinaus sowieso. Das Gesamtwerk enttäuscht allerdings dennoch, da auf „Voicenotes“ besagte „Wow“- Momente fehlen. Sehr schade, denn das Talent und das nötige Feingefühl besitzt Charlie Puth definitiv dazu!

Und so hört sich das an:

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