bury tomorrow black flame

Bury Tomorrow – Black Flame

“Black Flame” ist das bereits fünfte Album der Metalcoreband Bury Tomorrow aus England und man kann ihre Entwicklung deutlich verfolgen: War “Runes” (2013) noch ein Versuch das Können des damals neuen Gitarristen Kristan Dawson zu beweisen, so hat man mit “Earthbound” (2016) seinen Stil gefunden und diesen, mit “Black Flame”, jetzt gefestigt.

Als die erste Single im April veröffentlicht wurde, beschwerten sich etliche Fans über das Mixing, woraufhin die Band das Video – mit all den Klicks – wieder löschte

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Deafheaven - Ordinary Corrupt Human Love

Deafheaven – Ordinary Corrupt Human Love

In der Musik des amerikanischen Blackgaze-Quintettes Deafheaven sah man neben den vielen post-rockigen Soundflächen, dem Gekreische George Clarkes und eingestreuten Blast-Beats als Konstante schon immer den ehrlichen Blick nach innen. Auf ihrem vierten Album, das den Titel „Ordinary Corrupt Human Love“ trägt, schmeißt die Gruppe dieses autobiographische Element nun komplett von Bord und widmet sich alltäglichen Geschichten und Erzählungen. Doch nicht nur der Blickwinkel stellt einen Bruch in der Entwicklung des wohl untruesten Black-Metal-Ablegers dar. Nach dem wieder sehr düsteren

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Bullet for my Valentine – Gravity

Ausruhen auf alten Erfolgen soll es für Bullet for my Valentine nicht geben, so Sänger Matthew Tuck. Das Ziel, das “Gravity” erreichen soll, ist klar: der Headliner-Slot fürs legendäre Download-Festival. Ein Schritt nach vorne. Dafür wurden alte Gewohnheiten abgelegt, neue Sounds integriert, ein unkompliziertes, aber spannendes Album geschaffen. Derart viele, große Aussagen für ein sechstes Album müssen erstmal musikalisch gerechtfertigt werden. Die letzten Werke “Temper Temper” und “Venom” galten nicht gerade als Kritiker*innenlieblinge und wurden

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Zeal & Ardor - Stranger Fruit

Zeal & Ardor – Stranger Fruit

Wer denkt die alten Metal-Hasen aus den 80ern seien in ihren Ansichten und ihrem musikalischen Horizont oft eingeschränkt, der hat wohl noch nie seinen Kopf in die Tiefen der Black-Metal-Szene gesteckt. Kaum ein Genre scheint für Außenstehende so krass von Erwartungen, Mentalitäten und Szene-Gedanken geprägt, wie der – zugegebenermaßen stark durch seine Geschichte determinierte – Anfang der 90er in Skandinavien entstandene Metal-Ableger. Ausgerechnet die teuflische Musik dieser Sparte wirft der Amerikaschweizer Manuel Gagneux – so richtig untrue – mit Gospel

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Five Finger Death Punch – And Justice For None

Five Finger Death Punch haben sich mittlerweile zu dem Nickelback des Metal entwickelt. Doch ähnlich wie bei den Pop-Rockern stört der Belanglosigkeits-Vorwurf auch die Amerikaner von Five Finger Death Punch wenig – der Erfolg vermehrt sich von Album zu Album. Zählt man die EP und das Best-Of-Album nicht mit, handelt es sich bei “And Justice For None” um das siebte Studioalbum der Gruppe. Nur wenige Bands schaffen es, über so einen langen Zeitraum noch zu überzeugen, vor allem nicht durch Innovation. Während sich andere Bands also in Soundexperimenten verrennen, um irgendwie

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Back to Core, Vol. 3, AJZ Bahndamm Wermelskirchen, 11.05.2018

Immer wieder hört man, dass Jugend- und Aktionszentren am laufenden Band schließen müssen. Bekanntestes Beispiel für die Problematiken kleinerer Clubs stellt wohl die Schließung des Underground in Köln dar. Umso mehr freut man sich eben über die Clubs, die dieser Entwicklung trotzen. Das AJZ Bahndamm im kleinen Wermelskirchen scheint ein Bilderbuch-Club zu sein: Spieleautomaten, Bandsticker so weit das Auge reicht, günstige Getränkepreise, eine ganz heimelige Atmosphäre – man fühlt sich direkt wohl! Am heutigen Abend treten hier lokale Acts auf, doch auch Legenden wie NOFX,

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Parkway-Drive-Reverence

Parkway Drive – Reverence

Wind heult, ein Rabe kräht, Saiten einer Akustikgitarre erklingen und  Frontman Winston McCall spricht mit tiefer Stimme bis alles in einem ersten Breakdown mündet. So beginnt das neue Parkway Drive Album „Reverence“, welches am 04. Mai erschienen ist. Und mit dem ersten Song „Wishing Wells“ schaffen Parkway Drive nicht nur einen perfekten Albumeinstieg, sondern auch ein perfektes Intro für kommende Livesets!

Die Australier sind als eine der besten Livebands bekannt, aber auf “Reverence” zeigen sie, dass sie auch auf Platte, ganz ohne ablenkende Pyrotechnik, überzeugen

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A Perfect Circle Eat the elephant

A Perfect Circle – Eat The Elephant

Maynard James Keenan. Es gibt viele Namen in der Musikwelt, über die mal gesprochen wird. Wenige halten sich dabei so wacker wie Maynard James Keenan, Sänger von Tool, A Perfect Circle und Puscifer. Einige halten ihn für einen Wichtigtuer und absoluten Spinner, andere sehen in ihm eine Ikone, einer der wenigen noch echten Künstler und schlussendlich einen äußerst begabten Musiker. Letzteres wird wohl kaum jemand, der ein wenig von Musik versteht, leugnen können. Neben den sagenumwobenen Tool hat sich Keenan mit A Perfect Circle eine weitere Band geschaffen, die deutlich eingängiger daherkommt

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CALIBAN – Elements

Mittlerweile sollte der Name CALIBAN den meisten Leuten ein Begriff sein, die sich entweder für Metal interessieren oder sich häufig auf Festivals rumtreiben. Dort hat sich die Band im Laufe der letzten Jahre konstant eine immer größere Fanbase erspielen können – dementsprechend viele verspürten auch eine Vorfreude auf das neueste Werk “Elements”. Wie verknüpft die Metal-Szene ist, zeigt ein Blick auf die Produzenten des Albums: Andy Posdziech von Any Given Day, Sebastian “Sushi” Biesler von Eskimo Callboy und Callan Orr von Dream On, Dreamer griffen der Band dieses Mal unter die Arme. Nicht weniger beeindruckend ist die Gästeliste für dieses Album: Konkurrenzkampf war gestern, heute unterstützt man sich!

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Metallisierte Welt

Metallisierte Welt – Auf den Spuren einer Subkultur

Musik war schon immer ein verbindendes Medium zwischen Völkern und Kulturen. Auch wenn Sprachbarrieren oft das Verständnis für Songtexte erschweren, so ist doch die Musik ein Element, bei dem jeder etwas fühlen kann – sei es Wohltun oder Abscheu. Was für die einen die schönsten Töne sind, ist für die anderen nicht mehr als Krach oder Lärm. Doch überall auf diesem Globus gibt es eifrige Musiker, die neue Melodien kreieren, Songs schreiben und Werke veröffentlichen. Der Musikjournalist Moritz Grütz hat sich als passionierter Metal-Fan mit dieser Musikrichtung auseinandergesetzt und

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