All Them Witches - Nothing As The Ideal

All Them Witches – Nothing As The Ideal

Nach einer langen Reise haben All Them Witches mit ihrem sechsten Studioalbum endgültig zu sich selbst gefunden. Sie reduzieren ihren Sound an vielen Stellen auf das Nötigste und setzen auf Verschmelzungen anstatt Aneinanderreihungen. Heraus kommt eine wildromantische Landschaft besinnlicher Klangwelten, die zahlreiche Elemente in sich aufnimmt. Aufgenommen in den legendären Abbey Road Studios kommt “Nothing As The Ideal” bei einer Laufzeit von gut 40 Minuten auf acht Songs. Immer wieder schafft es die Band im Laufe des Albums verschiedenste Querverweise … Weiterlesen

Cover von Ulvers "Flower Of Evil".

Ulver – Flowers Of Evil

Was diese Band berührt, wird zu Gold. Sei es nun Black Metal, Industrial, Ambient, Post Rock, Neofolk oder sonst ein Nischengenre. Auf “Flowers Of Evil” spielen sie  Synth Rock bis Pop, der etappenweise stark an ihr 2016 erschienenes Live-Experiment “ATGCLVLSSCAP” erinnert. Zwischendurch gibt es Depeche-Mode-Querverweise, John-Carpenter-Momente und über das gesamte Werk erstrecken sich angenehme 80er-Vibes. Diese eklektische Herangehensweise ist sicherlich nichts Überraschendes für das norwegische Kollektiv, Reinhören lohnt sich trotzdem alle Male. Nicht zuletzt wegen der lebendigen Inszenierung der Musik … Weiterlesen

Metallica - S&m2

Metallica – S&M2

Knappe 21 Jahre nachdem die wohl erfolgreichste Metal-Band der Welt ein bei ihrer Hörerschaft durchaus umstrittenes Kollaborationsalbum mit dem San Fransisco Symphony Orchestra veröffentlicht hat, wagen sie das gleiche Unterfangen erneut. „S&M“ hat die Gemüter gespalten, Metallica aber auch eine Vorreiter Rolle in Sachen bombastischer Heavy-Metal-Inszenierung verschafft veröffentlicht hat. „S&M2“ wurde am sechsten und achten September 2019 vor Publikum aufgenommen und lief bereits in Kinos auf der ganzen Welt. Einige Fragen tun sich schon auf, wenn Metallica zwei Dekaden nach … Weiterlesen

Daily Thompson - Oumuamua

Daily Thompson – Oumuamua

Die Kunst auf dem Artwork lädt schon zum Träumen ein: Eine Art Meteorit (oder Raumschiff?) passiert gerade eine gigantische Wolke im All. Womöglich ein kurzer Ausschnitt einer langen Reise. Getränkt ist das Ganze in eine wunderbar subtil gehaltene und gleichzeitig geschmacksvolle Farbpalette. In gleichem Maße geht von dem Kunstwerk ein angenehmer Retro-Hauch wie auch etwas Zukunfts-Sehnsucht aus. Insgesamt vermittelt das Cover-Artwork eine ziemlich gute Idee von dem, was auf dem Album zu hören ist.

Trocken, schwer und nostalgisch, vor allem

Weiterlesen
Osi And The Jupiter – Appalachia

Osi And The Jupiter – Appalachia

Bei der Betrachtung des Coverartworks kommt schnell die Idee auf, dass es sich hierbei um nihilistischen Aussteiger-Black-Metal handeln könnte. Diese EP teilt sich tatsächlich Einiges mit verschiedenen Black-Metal-Ströumgen. Jedoch sind es nicht die Blastbeats und Blutkehlen. Der Titel kommt da schon eher zur Sache und verrät konkreter, worum es hier geht. Osi And The Jupiter thematisieren auf ihrer jüngsten EP ungebändigte Natur in ihrer reinsten Form.

Tagesanbruch in den Appalachen

Wie die aufgehende Sonne einen neuen Tag in den Appalachen … Weiterlesen

The Neptune Power Federation - Can You Dig Europe

The Neptune Power Federation – Can You Dig Europe

Ihre Europatour mussten die australischen Okkultisten zwar aufgrund der Corona-Pandemie verschieben, die extra für diese Tour aufgenommene seven-inch veröffentlichen sie trotzdem. The Neptune Power Federationen bringen vier nette Cover-Songs raus, die garantiert gegen schlechte Laune in Zeiten der Einsamkeit und Isolation helfen. Dabei nehmen sie sich direkt zwei Bands aus dem Rock-Olymp vor. Um genauer zu sein spielt das Quintett jeweils zwei Stücke der Hard-Rock-Ikonen Rainbow und Stadionrock-Giganten Queen. Vier Songs auf gut 16 Minuten, insgesamt eine nette EP.

Lang

Weiterlesen
Mantar - Grungetown Hooligans II

Mantar – Grungetown Hooligans II

Zugegebenermaßen, zunächst klingt das etwas verwunderlich – macht bei genauerem Hinhören jedoch unfassbar viel Sinn: Mantar veröffentlichen eine Cover-EP. Für „Grungetown Hooligans II“ hat das Duo acht Alternative-Rock-Klassiker durch ihren räudigen Doom-Punk-Sound geprügelt. Dass dieses Prinzip funktionieren kann, haben die Sludge-Metaller Thou mit ihrem Nirvana-Tribute-Album „Blessing Of The Highest Order“ erst kürzlich bewiesen. Mantars jüngste EP ist jedoch nicht nur deutlich kürzer als das Werk von Thou, die beiden gebürtigen Bremer versuchen sich auch gleich an sieben Bands, anstatt es … Weiterlesen

Das bärtige Noise-Rock-Duo aus dem hohen Norden meldet sich zwei Jahre nach dem Release von „Old Money/New Lows“ mit ihrem vierten Album „Lizard Lounge“ zurück. Die Songtitel sind nicht mehr ganz so provokant wie auf „Nique Everything“ von 2015 oder „The Sun’s Not Yellow, It’s Chicken, trotzdem haben sie sich eine gewisse makabre Note beibehalten. Musikalisch haben sie einen Schritt mehr in Richtung Hardcore Punk gewagt, wobei sie ihre brachiale Grundformel trotzdem beibehalten. Unverändert beeindrucken sie mit einem nahezu monströsen Klangbild und lassen erneut die Frage aufkommen, wie ein Duo rotziger, hemmungsloser und schlichtweg kolossaler klingen können, als manch sechsköpfige Band. Zwischen Nostalgie und Ekstase Auf „Lizard Lounge“ spielen Barren Womb sich durch ein Dickicht aus noisigen Gitarren-Klängen, Post-Hardcore-Anleihen der späten 90er bis frühen 2000er Jahre und sludgigen Interluden. Oft erinnern die Songs an Refused, kommen trotz energischer Momente jedoch nicht so aggressiv daher. Bei ihnen steht die Spielfreude im Vordergrund.Gelegentlich unternimmt die ohnehin experimentierfreudige Gruppe überraschende Ausflüge: „Crop Circle Jerk“ startet mit einer befremdlichen Mischung aus schleppenden Schlagzeug-Klängen und einer gegen den Beat spielenden Gitarre, bevor das Stück seine Fühler in die Richtung des frühen Metalcores ausstreckt. In „Hydroponic Youth“ und „Molten Pig“ schlagen Barren Womb einen beeindruckenden Spagat zwischen geballter Hardcore-Energie der letzten zwei Dekaden und einer 90s-Alternative-Atmosphäre. Titel wie „Cemetery Slopestyle“, „Karma As A Tour Manager“, „You Do The Meth” und vor allem „Be Kind, Have Fun And Try Not To Die“ zeugen von ihrem unverändert makabren Humor. Wo sie lyrisch so gleichgeblieben sind, hat sich an den Instrumenten das ein oder andere getan: die auf den Vorgänger-Alben zu hörenden Indie-, Emo- und Country-Elemente sind komplett aus ihrem Sound verschwunden. Nach wie vor lässt sich das Duo in keine Schublade stecken. „Lizard Lounge“ ist unkonventionell und zeigt Barren Womb von einer ungewohnt energischen Seite. Was Bokassa und Blood Command vergebens versucht haben, meistern Barren Womb auf ihrem jüngsten Album.

Barren Womb – Lizard Lounge

Das bärtige Noise-Rock-Duo aus dem hohen Norden meldet sich zwei Jahre nach dem Release von „Old Money/New Lows“ mit ihrem vierten Album „Lizard Lounge“ zurück. Die Songtitel erinnern an das provokante „Nique Everything“ von 2015 oder das kuriose „The Sun’s Not Yellow, It’s Chicken”. Unverkennbar haben sie sich ihre markbare Note beibehalten. Musikalisch haben sie einen Schritt mehr in Richtung Hardcore Punk gewagt, wobei sie ihre brachiale Grundformel trotzdem beibehalten. Unverändert beeindrucken sie mit einem nahezu monströsen Klangbild. Erneut lassen … Weiterlesen

Hathors-Grief Roses And Gasoline

Hathors – Grief, Roses & Gasoline

Was genau ist da auf dem Cover von Hathors drittem Album „Grief, Roses & Gasoline“ zu sehen? Ein Fetzen Giraffenfell, ein Stück Holz oder irgendwas mit Feuer? Vielleicht auch etwas völlig anderes. Naja, ist ja eigentlich egal, solange es ins Auge fällt. Was definitiv nicht egal ist, ist dass es mit der Musik auf „Grief, Roses & Gasoline“ ganz ähnlich ist. Was genau ist auf dem Album eigentlich zu hören? Southern Rock, bluesige Gitarren, noisige Ausbrüche oder doch eher ein … Weiterlesen

Cover von Fake Names Debütalbum "Fake Names".

Fake Names – Fake Names

Brian Baker, der bereits bei den Hardcore-Legenden Minor Threat Gitarre spielte und heute noch mit Bands wie Bad Religion und Dag Nasty unterwegs ist, macht jetzt gemeinsame Sache mit Refused-Chef Dennis Lyxzén. Komplettiert wird das unter dem Namen Fake Names laufende Projekt mit Michael Hampton und Johnny Temple, die ihres Zeichens, wie Baker, Veteranen der legendären DC-Hardcore-Szene sind. Das klingt nicht nur beeindruckend, sondern auch sehr vielversprechend. Erwartet uns möglicherweise die bissigste Kapitalismus-Kritik des noch jungen Jahrzehnts, gehüllt in peitschende, … Weiterlesen