Jeremias – golden hour

Review: Autorin Emilia findet, dass das Jeremias Debüt-Album "golden hour" von Leichtigkeit nur so durchzogen ist.

Manchmal muss man einfach einen Nerv treffen. Die richtige Musik zur richtigen Zeit machen. Jeremias schaffen das offensichtlich – anders lässt sich der Erfolg der noch recht jungen Band in den vergangenen Monaten wohl kaum erklären. Bislang haben die vier Jungs ihren Indie-Pop allerdings „nur“ in EPs verpackt , jetzt ist endlich auch das erste Album „golden hour“ erschienen – eine Platte voller Sehnsucht, Liebe und Leichtigkeit.

Mit den insgesamt fünf Vorab-Singles aus den vergangenen Wochen konnte man dabei schon einen ganz guten Vorgeschmack bekommen, auf das was uns auf der Platte erwartet: locker-flockiger Indiepop mit Funk- und Elektro-Elementen, wie man ihn auch schon von den ersten beiden EPs der Band kannte. Die vier Jungs haben es auf jeden Fall geschafft, ihren eigenen Sound zu finden, der ihren Sound einen krassen Wiedererkennungswert gibt: tanzbar, groovy, lässig, authentisch, modern. Die ganze Platte, oder besser gesagt alles was die Band macht, ist einfach von einem Vibe umgeben, der offenbar genau den Nerv trifft, von dem ich schon am Anfang gesprochen habe.

Wie auch schon bei der letzten EP „alma“ geht es in den Texten der Band vor allem um Liebe, Beziehungen, Rausch, Zweifel, Rastlosigkeit und Freundschaft. Eher melancholische Songs wie „einfach“ oder „sorry“ werden dabei trotzdem mit einer Leichtigkeit rübergebracht, die im gesamten Album mitschwingt und jeglichen Pathos einfach verschluckt. So geht Deutscher Pop ohne kitschig zu sein.

Außer Frage steht auf jeden Fall, dass „golden hour“ ein absolutes Sommeralbum ist. Denn wer sich bei den Klängen von „nie ankommen“ oder „paris“ nicht mental in eine laue Sommernacht mit Freunden oder das Cabrio mit offenem Verdeck versetzt fühlt, dem kann ich leider auch nicht mehr helfen. Damit liefert die Band passend zum Sommerbeginn den perfekten Soundtrack für Tage am See, Roadtrips in die Sonne oder laue Juniabende am Kiosk. 

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Die Rechte für das Albumcover liegen bei Universal Music.

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