Hathors – Grief, Roses & Gasoline

Hathors-Grief Roses And Gasoline

Was genau ist da auf dem Cover von Hathors drittem Album „Grief, Roses & Gasoline“ zu sehen? Ein Fetzen Giraffenfell, ein Stück Holz oder irgendwas mit Feuer? Vielleicht auch etwas völlig anderes. Naja, ist ja eigentlich egal, solange es ins Auge fällt. Was definitiv nicht egal ist, ist dass es mit der Musik auf „Grief, Roses & Gasoline“ ganz ähnlich ist. Was genau ist auf dem Album eigentlich zu hören? Southern Rock, bluesige Gitarren, noisige Ausbrüche oder doch eher ein seichter Grunge-Verschnitt? Von allem etwas. Das Trio kombiniert zahllose Einflüsse und möchte sich dabei nicht festlegen. Der Musik tut das gut, denn die bleibt abwechslungsreich und schafft es immer wieder zu überraschen.

Querdenken und leidenschaftliche Arrangements

Hathors, das sind drei junge Herren, die aus dem Schweizer Kanton Zürich kommen. Aus Winterthur, um genauer zu sein. Und sie lieben es gemeinsam zu Musizieren. Ihre Leidenschaft für die Kunst fällt unmittelbar beim ersten Hören von „Grief, Roses And Gasoline“ auf. Leidenschaftlich arrangierte Musik, in die alles hineingepackt wird, worauf das Trio Lust hat. In ihrem Sound finden sowohl die frühen Kings Of Leon, Franz Ferdinad oder auch Pearl Jam ihren Platz. Vergleiche zu Gruppen wie Hodja, Coogans Bluff und Odd Couple liegen da direkt auf der Hand.

Für „Grief, Roses And Gasoline“ haben Hathors ihren kräftigen Sound gemeinsam mit psychedelischen Momenten, Grunge-Elementen, Glam-Attitüde und brachialer Blues-Schlagseite ordentlich durchgemengt. Obendrauf wurde das Ganze noch durch eine einwandfreie Produktion abgerundet. Heraus gekommen ist ein anmutiger Genre-Mix. Stellenweise durchläuft die Platte eintönige Passagen, die beinahe in belanglose Alternative-Klangwelten abdriften, schafft es jedoch immer wieder sich elegant zu fangen und mit dreckigen Rock-Ausbrüchen zu überraschen.

Wohin die Reise geht

„Rock This Town“ klingt wie Soundgarden mit deutlich mehr Bombast und markanten Kreisch-Einlagen. „Disaster“ und „The Valley“ passen zwar ins Formatradio, sind jedoch keinesfalls herzlose Pseudo-Rock-Stücke. Ganz im Gegenteil, in jedem Ton steckt etwas Herzblut. In „Sleepwalker“ und „Give It Away (For Her)“ kommt die Leidenschaft der Platte kompromisslos zum Vorschein. „Grief, Roses & Gasoline“ vollführt gelegentlich den Drahtseilakt zwischen kreativer Auslebung und nebensächlicher Jammsession, weiß aber stehts überraschende Wendungen einzuschlagen. Vor allem die zahlreichen Details und Querverweise in die jüngere Rock-Geschichte sorgen dafür, dass sich die Platte den Spaß und ihre Unbekümmertheit bewahrt.

Das Album ist hier erhältlich.*

Und so hört sich das an:

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Die Rechte am Albumcover liegen bei Noisolution/Soulfood.

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