Review: Mit "Ok Human" kehren Weezer zu alter Stärke zurück. Und das ganz ohne verzerrte Gitarren.

Weezer – Ok Human

Nach dem enttäuschend faden „Black Album“ betreten Weezer wieder die heiligen Hallen von Relevant-City. Der Weggefährte: „Ok Human“, das 14. Studioalbum der Amerikaner.

Nein, es sind nicht die Gitarren, die Weezer zurück zu alter Größe führen. Es sind ein 38-köpfiges Orchester und ein Klavier! An letzterem schreibt Alt-Nerd Rivers Cuomo den Großteil der elf Album-Songs – man lasse das Geplänkel von „Everything Happens for a Reason“ außer Acht. Im Anschluss geht es im Pandemie-Sommer 2020 mit einer Legion an klassischen … Weiterlesen

Review: Portrayal Of Guilt treiben ihren nihilistischen Brachial-Hardcore auf "We Are Always Alone" in die Extreme.

Portrayal Of Guilt – We Are Always Alone

Das zweite Portrayal Of Guilt Album „We Are Always Alone“ treibt den brachialen Hardcore der Band weiter in seine Extreme: Von Nihilismus, düsteren Stimmungslagen und unkonventioneller Eingängigkeit.

Es ist ein harsches Statement einem Album in Pandemie-Zeiten einen Titel wie „We Are Always Alone“ zu geben. Portrayal Of Guilt Sänger Matt King jedoch nimmt solch nihilistische Posen nicht erst seit dem gesellschaftlichen Ausnahmezustand ein, durch den aktuell so viele Länder weltweit gehen: Seit jeher durchzog seine Textfragmente ein gewisser Hang zum … Weiterlesen

Review: Da es mit My Chemical Romance gerade nicht weitergehen kann, veröffentlicht Gitarrist Frank Iero einfach noch eine Solo-EP.

Frank Iero And The Future Violents – Heaven Is A Place, This Is A Place EP

Frank Iero beschließt die nächste Era: Mit der „Heaven Is A Place, This Is A Place“-EP verabschiedet der My Chemical Romance-Gitarrist – wo es einer Pandemie wegen mit der Band doch nicht weitergehen kann, müssen wieder die Solo-Sachen ran – seine bereits dritte Live-Band-Besetzung: Die Future Violents. Das ist schlussendlich vor allem etwas für Fans.

Drei Eigenkompositionen und ein Cover vereinen sich auf der EP und teilen das Ganze in zwei Hälften: „Violence“ und „Sewerwolf“ klingen schwer, arbeiten mit … Weiterlesen

Review: Das dritte Blackout Problems-Album "Dark" legt weite Entfernungen in Richtung Eigenständigkeit zurück.

Blackout Problems – Dark

„Dark“ ist das Werk einer Band, die sich zunehmend mit den Prädikaten „selbstsicher“ und „eigenständig“ schmücken darf. Nach dem stellenweise grandios atmosphärischen, aber gerade in den Refrains teils flachen „Kaos“ legt das dritte Album der Münchener Blackout Problems weite Entfernungen zurück: Was die Qualität, aber auch was die Stilentwicklung angeht.

Sein Album bei all der textlichen Härte sowie bedrückend eindringlichen Atmosphäre mit einem Song wie „Murderer“ zu eröffnen, ist ein Statement. Doch Erwartungen scheinen bei Mario Radetzky, Marcus SchwarzbachWeiterlesen

Special: Wie jedes Jahr wagen wir den Blick in die Glaskugel und listen euch die spannendsten Newcomer*innen für 2021 auf.

Unsere Newcomer*innen für das Jahr 2021

Die Stroboskop-Lichter zucken lange nicht mehr, der letzte Schweißtropfen ist verdunstet, die Zapfanlagen längst vertrocknet. Wenn wir davon reden, dass die Welt 2020 stillstand, dann gilt das für wenige Sektoren so vehement wie für den kulturellen. Allen Musikfans blutet das Herz und nicht wenige nutzten die Zeit, um sich an die guten alten Zeiten zu erinnern und alte Lieblingsalben aus dem eingestaubten Plattenregal zu kramen. Aber auch in diesen Zeiten gibt es einige tolle neue Künstler*innen zu entdecken, mit denen … Weiterlesen

Interview: Die Blackout Problems gehen mit "Dark" große Schritte in Richtung Electronica. Jonas sprach mit Schlagzeuger Michael Dreilich.

Interview mit den Blackout Problems über „Dark“

Es ist keine gute Zeit, um nach Aufmerksamkeit zu bitten, denn das täglich reorganisierte Pandemie-Chaos und der wöchentlich mit neuen Negativ-Hochs um sich werfende US-Wahnsinn – gerade sind es Faschisten in Pelz-Kostüm vor und im Kapitol – inhalieren nahezu alle kollektiven Kraftvorräte. Hinzu kommen die psychischen Belastungen, die die Corona-Zeit der Entfremdung von Freund*innen und oft ausgedehnten Zeit in den eigenen vier Wänden wegen mit sich bringt. „Dark“, das dritte Studioalbum der Münchener Blackout Problems, jedoch könnte sich mitsamt seiner … Weiterlesen

2020 brachte der Kultur-Branche ein bedrohliches Unwetter: Jonas zeichnet in seinem Jahresrückblick ein graues Musik-Jahr nach.

Jahresrückblick 2020: Jonas

Grau-schwarze Wolkenberge türmen sich am Horizont auf. Verunsichert beobachten die Augen des Kindes, es hört auf den Namen „Kultur“, wie ein grellgelber Lichtspeer aus der dunklen Masse gen Boden schießt. Die Luft fühlt sich schwer an, denn Urflut-gleicher Regen kündigt sich an. Das Kind atmet tief ein. In der Ferne erblickt der junge Mensch – er wartet hilflos auf das Unheil – bereits eine undurchdringliche Wand aus faustdicken Tropfen. Es kann nur noch wenige Momente dauern, bis das Unglück auch … Weiterlesen

Review: "Märchenemo" für den tristen Corona-Winter bringt das neue Zinnschauer-Album "Das Zimmer Mit Dem Doppelten Bestand".

Zinnschauer – Das Zimmer Mit Dem Doppelten Bestand

„Märchenemo“ nennen Zinnschauer ihre Musik. Die passt mitsamt ihres mystischen Sounds perfekt in den tristen Corona-Winter.

Das zweite Album des Duos wiederum heißt „Das Zimmer Mit Dem Doppelten Bestand“. Nachdem das Projekt, dem einst eine WG-Schnapsidee Leben einhauchte, der Popularität der Leoniden wegen eine Pause einlegen musste, bot das Jahr 2020 Jakob Amr und Sjard Fitter die Chance, nochmal alte Bekannte aus dem Keller zu holen. Gemeinsam mit Magnus Wichmann – ein Qualitätssiegel – entstand deshalb in Leipzig und Kiel … Weiterlesen

Weihnachtsverlosung mit CDs von The 1975, Johnossi und mehr.

Weihnachtsverlosung 2020 #3: The 1975, Johnossi & mehr

So langsam macht sich Frustration breit, oder? Wann hat dieser graue Corona-Winter endlich ein Ende? Gute Musik kann da zumindest kurzzeitig Abhilfe bieten. Deshalb bringt unsere dieswöchige Weihnachtsverlosung alles zusammen, was die Gute-Laune-Indie- und Indie-Rock-Landschaft zu bieten hat: Avantgarde-Indie von The 1975, Garage von Johnossi, sphärische Song-Flächen von Mammút, elektrische Synth-Wellen von Klangstof und dem beliebten Alt-Pop der DMA’s. Das ist immerhin schonmal ein Anfang, um dem Corona-Loch entgegenzuarbeiten – hoffen wir. Bleibt gesund!

Das gibt es zu gewinnen:

Paket … Weiterlesen

Review: Die Beatsteaks covern mal wieder.

Beatsteaks – In The Presence Of EP

Die Beatsteaks können covern. Das ist kein Nischen-Wissen. Für diese Erkenntnis muss man die sechs Berliner nur einmal live gesehen oder eine der bisherigen Cover-EPs angeworfen haben. Mit „In The Presence Of“ widmen sich die „Beatbulleten“ nun erneut einer Cover EP. Klingt nach Unterhaltung? Genau!

Sechs Songs – allesamt gesungen von Frauen und aus verschiedensten Genre-Ecken stammend – vereint die bereits dritte Cover-EP der 25-jährigen Bandgeschichte. Dass die Wahl nur auf von Frauen gesungene Songs fiel, ist dabei nicht (nur) … Weiterlesen