Interview mit Mine über “Hinüber”

Mine Hinüber

Bei unserer letzten Begegnung stand Mine beim wunderbaren New Fall Festival auf der Bühne und ließ für einen Abend lang all die Lethargie der Pandemie vergessen. Knapp sieben Monate später treffen wir uns bei Zoom und reden über ein Album, das pompöser klingt als alle Mine-Platten zuvor, aber auch zwischen Leichtigkeit und Weltschmerz changiert. Was man sowohl dem Album, als auch dem Gespräch anmerkt: Mine liebt, was sie tut. Im Interview erzählt der Indie-Tausendsassa nun von neuen Möglichkeiten, dem Charme deutscher Sprichwörter, MTV und Dr. Alban – und natürlich von “Hinüber”.

minutenmusik: Hallo, Mine! Schön, dass wir zumindest digital reden können. Wie fühlt sich alles gerade bei dir an so kurz vor Albumrelease? Ist das wie das Ende einer Ära oder eher eine logische Weiterentwicklung?

Mine: Eigentlich eher zweiteres. Gerade im Moment fühlt sich das eh nicht so an, als würde irgendwas weitergehen (lacht). Gestern habe ich sogar mit dem nächsten Album angefangen. Ich denk da auch gar nicht so in Etappen, sondern sehe es als ein fließender Prozess. Für mich ist es eher ein Riesenschritt, wenn das Album fertig ist. Deswegen ist das Mastern immer ein sehr großer Tag. Beim Release bin ich ja aktiv gar nicht so dabei, das ist eher etwas Passives. Was da mit der Platte passiert, liegt eh nicht in meiner Hand.

minutenmusik: ich glaube, das ist ja gerade aktuell total kurios. Man hat ja nicht mal das Tourleben, um zu schauen, wie das Album so ankommt.

Mine: Ja, voll!

minutenmusik: ich hatte das Gefühl, der Titeltrack spiegelt dieses Topos des Weltschmerz wider. Es ist ja aktuell auch ziemlich schwierig, mit den ganzen gesellschaftlichen Problemen umzugehen, wenn wir nur zuhause sitzen. Ich habe sogar von vielen Musikfanatiker*innen mitbekommen, dass sie den Zugang zu Musik verlieren. Wie ist das denn bei dir aktuell? Ist Musik immer noch ein wichtiges Ventil auch beim Hören oder fällt dir das auch schwerer?

Mine: ich merke wie sonst nie zuvor, wie wichtig mir das alles ist und wie ich davon abhängig bin. Sowohl als Konsumentin als auch als Macherin. Normalerweise gehe ich auf super viele Konzerte, so zwei die Woche, und das erfüllt mich total. Das Musik Machen fehlt mir auch total, ich kann das zwar natürlich auch alleine machen, aber das ist was ganz anderes, als wenn man mit anderen Musiker*innen zusammen in einem Raum spielt.

Wir haben letztens ein Konzert aufgenommen und alleine das Mikrofon in der Hand zu halten hat sich so krass angefühlt. Ich hatte da so gute Laune und da habe ich gemerkt, dass es mir sonst immer schwieriger fällt, so zu sein, wie ich eigentlich bin. Normalerweise bin ich nämlich eine richtige Frohnatur und ein Flummiball. Deswegen suche ich mir andere Wege, ich höre total viel neue Musik und hab auch direkt mit dem neuen Album angefangen, weil ich es gar nicht mehr aushalte!

minutenmusik: Genau dieses Versuchen, etwas zu finden, womit man sich ablenken kann, hat sich auch im Song “Eiscreme” widergespiegelt. Kennst du das denn auch, Gewissensbisse zu haben, wenn man sich einfach mal entspannen will? Da habe ich dann wiederum an “Erdbeeren ohne Grenzen” gedacht, weil oft wenn man irgendwas gut findet, ja doch wieder irgendjemand etwas zu meckern hat. Dadurch entsteht vielleicht das Gefühl, man müsse sich rechtfertigen. Fällt es dir aktuell schwerer, abzuschalten oder sogar leichter?

Mine: Beides! Ich hatte am Ende des Albums so einen Punkt erreicht, wo ich dachte, das Album ist aber ganz schön schwer geworden. Irgendwann ist das ja auch super anstrengend. Wenn ich das schreibe, gehe ich da ja auch so richtig rein und lass mich da so richtig gehen in dem Thema und dem Schmerz. Irgendwann habe ich dann gemerkt ich brauche auch noch Abwechslung und hab dann “Eiscreme” geschrieben, zum einen weil ich eine neue Facette haben wollte und zum anderen war es mir auch insgesamt zu schwerfällig. Das kann man ja gar nicht am Stück hören, da kriegt man ja Depressionen (lacht)

Das was mir am meisten am Musik Machen fehlt, ist eigentlich dieses Melancholische und die eigenen Probleme zu verarbeiten, weil es für mich das größte Ventil ist und das sind ja meistens eher die traurigen Sachen. Aber ich finde, dass man das auch mal verlassen darf. Ich finde aber, man muss die eigene Verantwortung annehmen!

Mit Wissen kommt auch Verantwortung, ob bei politischen Sachen, Corona oder dem Klimawandel, aber trotzdem muss es auch Platz geben fürs Abschalten, sonst hält man das ja alles nicht aus. Ich möchte diese ganzen Themen wie Feminismus ja nicht nur ansprechen, weil es gerade so eine Welle ist, sondern weil ich das immer machen will! Aber dafür brauche ich auch meine Grenzen. Ich guck zum Beispiel nicht mehr jeden Tag Nachrichten, weil ich das auch manchmal nicht ertrage und weil ich Tage brauche, wo ich aufstehe und denke “so ich fahr jetzt ins Studio und setze mich mit nichts mehr auseinander”, was natürlich nicht heißt, dass dann gewisse Regeln für mich außer Kraft treten. Es gibt schon Dinge, da muss man permanent drauf achten. Ich kann nicht sagen als weiße privilegierte Person, ich nehm jetzt eine Auszeit von Rassismus. Das mein ich natürlich nicht! Aber ich muss mich nicht jeden Tag aktiv mit Sachen auseinandersetzen, die mir das Gefühl geben, unsere Welt ist eh verloren.

minutenmusik: Auf jeden Fall, wir brauchen alle Räume, wo wir auch mal abschalten können. Du bist ja trotzdem mit den Quarantönen oder anderen Projekten, wo du beteiligt bist, recht aktiv. Wie stehst du denn zu dem Ideal, dass gerade die leidende Künstlerin die beste Musik schafft? Findest du diese Idee ist eher gefährlich für Mental Health oder ist da auch ein Funken Wahrheit drin?

Mine: Ich glaube, das ist eine total individuelle Frage, da wird dir bestimmt auch jede*r was anderes sagen. Wenn du jetzt Culcha Candela fragst, werden die dir auch nicht sagen “boah ich brauch den harten Schmerz, um den nächste Sommerhit zu schreiben”. Für mich hat es schon sehr damit zu tun, weil das alles bei mir immer eher aus so einem Ding heraus kam. Sei es, weil ich in der Jugend Probleme hatte, die ich mit niemandem besprechen konnte, oder ich selbst mit mir Probleme hatte – es ist meist daraus entsprungen. Und ich glaube die meisten Künstler*innen, die ich höre, sind auch so. Das liegt aber auch daran, dass man sich immer eher damit identifiziert, was einem selbst am nächsten ist. Ich kann mit einem David Bowie viel mehr anfangen als mit Dr. Alban (lacht) okay, das war vielleicht ein dummer Vergleich. Es heißt aber nicht, dass es deswegen keine Kunst ist. Für mich ist es nur dann keine Kunst, wenn es ein wirtschaftlich konzipiertes Projekt ist. Dann finde ich es künstlerisch nicht relevant. Aber das ist auch gar nicht in meinem Radar. Es regt mich auch nicht auf, ich hab da nur einfach keinen Respekt vor und kann nichts damit anfangen (lacht)

minutenmusik: Das kann ich vollkommen nachvollziehen, man merkt das ja auch total schnell, wenn da eigentlich nichts hintersteckt. Du hast selbst oft gesagt, dass du dich musikalisch immer weiter entwickeln willst und auch bewusst neue Wege gehst. Gibt’s denn auf der neuen Platte so einen Song, dessen Sound du dir selbst gar nicht so zugetraut hättest?

Mine: Ja, bestimmt! Was bei dieser Platte ein großer Vorteil war, war dass ich mehr Geld hatte. Ich hab ja mit “Klebstoff” zum ersten Mal richtig verdient. Zwar hab ich schon immer alles, was ich hab, für Musik ausgegeben, aber es war jetzt nie so, dass ich einfach machen konnte, was ich will. Und jetzt alleine dank der “Klebstoff”-Touren konnte ich da jetzt eine Streicher-Session mit 13 Leuten machen. Bei “Mein Herz” sind zum Beispiel so Hollywood-Streicher drauf, die kann man nicht mit 5 Leuten einspielen. Und wenn ich weiß, dass ich bei so vielen Leuten die Gage bezahlen kann, arrangiere ich ja auch ganz anders. Das war ein großer Step für mich, was aber nicht heißen will, dass alles leichter ist, wenn man mehr Geld hat. Trotzdem hat mich diese Freiheit im ersten Moment geflasht.

Was jetzt auch anders ist, ist meine Produktionstechnik. Dieses Mal war ich nämlich auch wegen Corona eine lange Zeit intensiv im Studio, mal so drei Wochen am Stück von morgens bis abends. Da war ich in einem richtigen Flow und habe mir neue Plugins gekauft, neue Effektgeräte ausprobiert und mich da richtig in den Sound reingefuchst. Ich hab schon das Gefühl, dass ich deswegen mehr Soundbreite reinbringen konnte. Beim letzten Mal habe ich die Plugins so gelassen, wie sie aus dem Gerät kamen und jetzt habe ich die genommen und nochmal dadurch gejagt und nochmal hier an den Reglern gespielt. Ob das die Endhörer*innen jetzt hören werde, wage ich aber auch zu bezweifeln (lacht)

minutenmusik: Also ich finde schon, dass man diesen imposanten Sound raushört! Aber fiel es dir denn schwer, da ein Ende zu finden? Gerade jetzt, wo man ja nichts anderes zu tun hat, stelle ich es mir schwer vor, etwas dann endgültig ruhen zu lassen…

Mine: Eigentlich habe ich da nie ein großes Problem mit. Ich kann eh gut und gerne entscheiden, mir fällt es eh nicht schwer, etwas abzuschließen. Vor allem gibt’s nach dem Mastertermin eh nichts mehr zu holen. Ich fühle mich am Ende so einer Plattenproduktion immer total leer gekotzt. Man holt ja alles raus, was man in sich hat, aber dann ist auch irgendwann gut. Ich schreib dann so zehn Songs und merke bei Song 8 oder 9, dass ich froh bin, wenn ich bald fertig bin. Die ersten 90% eines Songs dauern am Ende auch genau so lang wie die letzten 10%, da wird’s dann zäh. Dass jeder Ton perfekt ist und alles so laut ist, wie es soll, ist so eine detaillierte Mini-Arbeit, da bin ich froh, wenn’s fertig ist und ich ein Eis essen gehen kann.

minutenmusik: Das ist auch glaube ich ganz gesund, sonst ist man ja nie zufrieden mit einer Sache.

Mine: Ja und man verliert auch den Blick dafür, was man überhaupt gut findet.

minutenmusik: Wenn wir schon über den Sound geredet haben, darf natürlich auch das Textliche nicht fehlen. Da gab es ja einen großen Begeisterungssturm zum Song “Elefant” und dem Sprichwort dahinter, das ja auch echt super cool ist. Da habe ich dann wiederum an “Elefant für dich” von Wir sind Helden gedacht und Judith Holofernes ist ja eine große Referenz für dich. Gibt es denn so eine Liste an Worten, Sprichwörtern oder Zitaten, zu denen du unbedingt mal einen Song machen willst?

Mine: Lustig, dass du mich das fragst, denn normalerweise habe ich keine Listen. Manchmal schreibe ich unterwegs Sachen in mein Handy oder in mein Schreibbuch. Wenn ich dann schreibe und mir nichts einfällt, guck ich da dann rein. Zusätzlich lese ich dann aber eigentlich als Inspiration immer etwas Neues, zum Beispiel einen Gedichtband. Aber dieses Mal habe ich im Internet alle Sprichwörter zusammengesucht und ihre Bedeutung erforscht. Einige davon habe ich dann auch benutzt, “Kreide essen” zum Beispiel, das kannte ich vorher gar nicht. Beim Elefanten im Raum habe ich aber schon lange gedacht, dass dieses Bild einfach perfekt passt. Im Deutschen gibt es eh viele tolle plakative Metaphern. Dann habe ich einmal Sport gemacht und dabei Trash TV geguckt und im Hintergrund lief so Fahrstuhl-Musik und da fand ich den Orgelsound so fett. Dann hab ich mich direkt an den Laptop gesetzt und mich an den Elefanten erinnert und dann war es super schnell fertig.

minutenmusik: Voll schön, dass du es endlich unterbringen konntest! Gibt’s denn noch ein Sprichwort, das du unbedingt auf die nächste Platte bekommen möchtest?

Mine: Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht, also bisher eher nein. (Lacht) aber das ergibt sich ja dann beim Schreiben. Momentan habe ich auch noch genug Ideen, aber so ab dem dritten Song will ich bewusst meinen Horizont erweitern und da mal andere Themen finden will. Das mit den Sprichwörtern ist da erstmal durch, das habe ich ja erst gemacht.

minutenmusik: Du bist ja sowohl bei Social Media als auf auf Konzerten eine Person, die sich sehr deutlich positioniert. Findest du, das ist eine generelle Entwicklung in Zusammenhang mit den sozialen Netzwerken? Verlierst du das Interesse an Künstler*innen, die ihren Mund nicht aufmachen?

Mine: Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich glaube, dass sich die Gesellschaft in eine sehr politische gewandelt hat. Als ich klein war, gab’s so 1,2 Leute in der Klasse, die sich für Politik interessiert haben. Ich hab mich auch selbst lange Zeit nicht damit beschäftigt. In den letzten 10 Jahren hat sich da so viel verändert, auch wegen dieser gefühlten Welle an ekelhaften Taten. Doch vieles war ja auch einfach lange nicht sichtbar. Wie ich vorhin schon sagte: Mit Wissen kommt Verantwortung. Wenn du das einmal weißt, vergisst du es nicht mehr, dann bleibst du politisch. Das sieht man ja auch an der Popmusik, das funktioniert auch im kommerziellen Rahmen.

Danger Dan hat ja jetzt auch einen Song rausgebracht “Alles von der Kunstfreiheit gedeckt”, der wäre vor zehn Jahren niemals in die Charts gekommen! Jetzt ist so ein politisches Statement einfach in den Single-Charts, man kann sich das gar nicht vorstellen! Natürlich bedient man sich alleine schon für die Inspiration an anderen Künstler*innen. Wenn also alle um mich herum politischer sind, dann bin ich es automatisch auch. Andererseits ist es aber auch eine sehr politisch-emotionale Zeit. Man setzt sich da viel mehr mit auseinander, weswegen man automatisch auch mehr darüber schreibt.

minutenmusik: Ja, glücklicherweise sind so politische Statements echt normaler geworden oder es geht eben in die andere Richtung, aber immerhin bekommt man es eher mit.

Mine: Also ich glaube Leute, die echt gar nichts zu irgendwas sagen, sind entweder überhaupt nicht politisch interessiert oder sie wollen niemanden vergraulen. Die wissen schon selber, dass die Fans haben, die nicht so cool drauf sind. Aber dann kämen auch weniger Leute zu deren Konzerten…

minutenmusik: Das glaube ich auch. Hattest du denn das Gefühl, dass Leute bei dir mal doof reagiert haben, wenn du was gesagt hast?

Mine: Ich habe ja zum Glück eine ganz tolle Bubble. Ich habe ja schon immer aktivistische Sachen unterstützt, ich habe mich ja nur nie in den Texten geäußert. Mittlerweile habe ich das Gefühl, es kommen eher mehr Leute dazu, wenn ich mich positioniere. Ich habe da eine ganz tolle, warme Bubble, die mich sehr unterstützt. Es würde mich aber auch echt gruseln, wenn ich was sagen würde und alle so “oh jetzt kann man die nicht mehr hören, weil jetzt ist sie nicht mehr rechts genug” (lacht)

minutenmusik: Dann würde man ja eh keine Lust mehr auf die Fans haben.

Mine: Ja, genau! Wenn jemand geht, weil’s ihm zu politisch ist, damit komm ich gut klar.

minutenmusik: Zu deinem Song “Unfall” hast du ja diese “Sing Mine Song”-Versionen produzieren lassen. Guckst du denn auch mal zurück in deine Diskographie und schraubst an Sachen rum oder schließt du die Kapitel komplett ab?

Mine: Nö, ich mache nichts mit alten Sachen außer bei Orchesterkonzerten. Da weiß ich, ich kann’s nochmal richtig krachen lassen mit neuen Arrangements. Aber wenn ich ein Album fertig geschrieben habe, höre ich mir das nie wieder an. Ich hör das ja schon beim Machen genug, wenn ich einen Song schreibe, höre ich den 24/7! Wenn das fertig ist, reicht mir das auch, dann hör ich lieber Musik von anderen. Da hätte ich dann zu viel Angst, dass ich mich um mich selbst drehe. Ich möchte ja auch nicht mehr klingen wie vor zwei Alben, auch wenn ich das immer noch gut finde.

minutenmusik: Na gut, wenn du das nicht brauchst. Solange du noch alles spielen kannst, wenn es sich jemand auf einer Tour wünschst, ist ja alles super!

Mine: Ja eben, ich spiele davon ja auch super viel live und höre es da noch genug.

minutenmusik: Deine Musikvideos finde ich auch super aufwendig, gerade für den deutschen Musikvideomarkt. Schaust du dir denn selbst auch gerne Videos anderer Künstler*innen an oder gehört es einfach nur bei dir dazu?

Mine: Ich liebe das Musikvideo als Medium. Aber das war schon immer so, ich bin ja mit MTV groß geworden. Bevor YouTube dann groß wurde und MTV aber schon tot war, gab’s ne Zeit nur richtige kack Musikvideos, weil alle meinten, das würde niemand mehr gucken. Das fand ich furchtbar. Aber bei Videos ist es nicht wie bei Musik, da finde ich nicht direkt Inspiration. Das gucke ich einfach zum Vergnügen. Mir macht es einfach Bock, Musikvideos zu machen, denn ich konzipiere und visualisiere sehr gerne. Aber eigentlich ist es auch eher ein Hobby, das zu meinem Job passt (lacht). Wenn ich ein Musikvideo mache, dann aber auch nur, weil es einen Grund hat. Das würde sich sonst falsch anfühlen.

minutenmusik: Ich find’s auch super schade, dass es nicht mehr so einen coolen Musiksender gibt, wo man mal aus Ausgleich vom ganzen nicht-linearen einfach was vorgesetzt bekommt.

Mine: Ja, voll aber ich glaube nicht mehr, dass das noch kommt. Die Zeit des Fernsehens ist vorbei. Aber das ist ja trotzdem jetzt keine schlechtere Art des Entdeckens. Man kann ja unbegrenzt Sachen gucken! Ich treffe mich auch oft mit Freund*innen und dann zeigen wir uns den ganzen Abend Musikvideos. Das ist sooo cool und das hatte man ja bei MTV nicht.

minutenmusik: Jetzt wo das Album fast draußen und das nächste schon im Anschlag ist: Was wünschst du dir denn für den Release jetzt? Gibt’s irgendwas, worüber du dich besonders freuen würdest?

Mine: Ich versuche gerade, mir gar nichts zu wünschen. Ich lebe eher von Tag zu Tag, obwohl ich normalerweise voll der Zukunftsmensch bin! Aber im Moment funktioniert das einfach nicht und bevor ich deprimiert bin, gehe ich einfach ins Studio und mache Musik. Das ist gerade mein Highlight. Bis September hätte ich dann gerne 7 oder 8 Songs im Kasten. Das ist mein Ziel, aber sonst habe ich nichts vor.

Das Album “Hinüber” kannst du hier (Vinyl) oder hier (digital) kaufen. *

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