Fatherson - Sum Of All Your Parts

Fatherson – Sum Of All Your Parts

Musik muss nicht immer einen tieferen Sinn haben, sie kann auch einfach nur dazu zu dienen, zu unterhalten. Fatherson aus dem Herzen Schottlands sind in ihrem Heimatland bereits fester Bestandteil der Musikszene. Schlug ihr zweites Album dort bereits auf Platz zwei der Charts ein, ist das Trio in Deutschland noch nicht über den Geheimtipp-Status hinausgekommen, konnte sich durch Supportshows für Biffy Clyro und Frightened Rabbit jedoch bereits bekannt machen. Nun erscheint das dritte Album der grundsympathischen Band, die stets für von vorne bis hinten perfekt durchdachten Pop-Rock

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Thrice - Palms

Thrice – Palms

Freiheit – das ist ein großer und wichtiger Begriff. Wann ist man frei? Kann man überhaupt gänzlich frei handeln? Wenn ja, woran erkennt man, ob die eigenen Taten auch wirklich frei waren? Auch in der Musik spielt die Frage nach der Losgelöstheit von Erwartungen, Einflüssen und Konventionen in Zeiten von EDM-Pop und belanglosem Alternative-Rock eine bedeutende Rolle. „Palms“ heißt das neunte Studioalbum der amerikanischen Rockband Thrice. Gäbe es eine in ihrer Gänze freie Rockplatte, so würde sie vermutlich so klingen wie diese – oder zumindest so ähnlich.

Die Band Thrice

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The Hirsch Effekt, Gebäude 9 Köln, 07.09.2018

The Hirsch Effekt, Gebäude 9 Köln, 07.09.2018

Jubiläums-Tourneen sind kein wirklich neues Ding. Es liegt ja auch nahe, einige Konzerte mit Blick auf die Vergangenheit zu spielen, wenn ein Künstler gerade keine neue Musik in der Pipeline hat. Die Hannoveraner Band The Hirsch Effekt gibt es bereits zehn Jahre. Sich immer in der Musik-Nerd-Sparte herumtreibend, gewann das Trio in dieser speziellen Bubble immer weiter an Popularität. Vier chaotische, dadurch aber nicht minder geniale Alben hat die Gruppe mit den sonderbaren Song- und Albumtiteln in dieser Zeitspanne bereits veröffentlicht. Nun ging es eben auf eine solche deutschlandweite

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Suicideboys - I Want To Die In New Orleans

Suicideboys – I Want To Die In New Orleans

Musik hat die Kraft etwas zu bewegen – sei das auf politischer, auf gesellschaftlicher oder gar auf persönlicher Ebene. Über eine reine Weste scheinen Ruby Da Cherry und $crim nicht wirklich zu verfügen – als Suicideboys rappen sie über exzessiven Drogenmissbrauch, sprechen über ihren tiefen Welthass, skizzieren ihren eigenen Selbstmord. Ihre Texte durchziehen Gewaltphantasien, Nennungen jeglicher Drogensorten, ja, die beiden scheinen ganz schön viele „Mütter zu ficken“. Trotzdem erreichen Scott Areneaux und Aristos Petros, wie die in New Orleans

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Suicideboys, Club Bahnhof Ehrenfeld Koeln, 01.09.2018

Suicideboys, Club Bahnhof Ehrenfeld Köln, 01.09.2018

Eine gewisse Nähe zu seinen Fans beizubehalten ist für aufsteigende Musiker nicht immer einfach. Die Hallen werden größer, die Promotermine und Interviews nehmen zu und immer mehr Anhänger wollen die Menschen hinter den Projekten treffen. Auch die Suicideboys aus New Orleans werden sehr bald zu den ganz großen der Amirap-Szene gehören – trotzdem gibt sich das Duo noch immer nahbar. Einige Wochen vor Veröffentlichung ihres Debütalbums „I Want To Die In New Orleans“ begab sich die Gruppe noch einmal auf Tour durch Europa und spielte einige wenige sehr intime Clubshows –

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popNRW-Preis 2018 International Music

Die Gewinner des popNRW-Preises 2018!

Gestern ging zum wiederholten Mal der popNRW-Preis in Köln über die Bühne. Nach kurzer Vorstellung der den Preis finanzierenden Parteien, gab die Radiolegende Klaus Fiehe mit einer absolut charismatischen Laudatio die Gewinner der ersten Kategorie – der Newcomer – bekannt. Trotz ihres sehr schwer googlebaren Namens, nahmen diesen International Music (oben) aus Essen entgegen. Die sichtlich erfreute und aufgeregte Band durfte darauf gleich eine kleine Kostprobe ihres Könnens präsentieren und bot drei noisige Stücke aus ihrem Repertoire dar.

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Marteria & Casper - 1982

Marteria und Casper – 1982

In den letzten Jahren konnte sich deutscher Hip-Hop von einer Untergrund-Jugendbewegung zu einem Arenen- und mittlerweile sogar Stadionfüllenden Genre entwickeln, das die Albumcharts dominiert. Marteria und Casper – der eine aus der Einöde des Westens, der andere aus dem tiefsten Osten – konnten diese Entwicklung aus nächster Nähe mitverfolgen, gar mitgestalten. Zwar von der Szene oft als „nicht real“ betrachtet, erschien in den letzten zehn Jahren jedoch jeweils mindestens ein szeneübergreifendes Meisterwerk der beiden Künstler. Bei Casper war das 2011 veröffentlichte

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Incubus, Palladium Koeln, 28.08.2018

Incubus, Palladium Köln, 28.08.2018

Es gibt Konzertabende, da lässt man seine Jugend wieder aufleben. Und es gibt Konzertabende, da schaut man dabei zu, wie andere ihre Jugend wieder aufleben lassen, weil man zur Hochphase des Künstlers noch zu jung war. So war der Autor dieses Textes im Jahr 2001 als „Drive“ von Incubus erschien, gerade einmal vier Jahre alt. Auch als die Band knappe sieben Jahre später mit „Love Hurts“ das Radio erneut eroberte, sah das ähnlich aus. Mittlerweile ist das Quintett natürlich wohlbekannt, also ging es zu einem der vier Deutschland-Konzerte der Gruppe, die momentan ihre achte Platte

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popNRW-Preis Nominierten 2018

Der popNRW-Preis wird im Rahmen der c/o pop 2018 bereits zum siebten Mal verliehen!

Dass Nordrhein-Westfalen nicht nur das bevölkerungsreichste Bundesland ist, sondern auch musikalisch so einiges zu bieten hat, zeigt der mittlerweile etablierte popNRW-Preis des NRW Kultursekretariats und des Landesmusikrats NRW bereits seit Jahren. Gewannen den auf Newcomer fokussierten Preis in der Vergangenheit bereits hochkarätige Acts wie Roosevelt, Annenmaykantereit oder Giant Rooks, so zeigt die Liste der Nominierten der diesjährigen Verleihung auch wieder das Händchen der Jury für den heißen Scheiß der lokalen Musikszene.

Am 31.08. wird dieser im Kölner Gloria Theater im Rahmen

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Mantar - The Modern Art Of Setting Ablaze

Mantar – The Modern Art Of Setting Ablaze

Die nächste Genre-Überflieger-Platte stammt dann wohl von Mantar. „The Modern Art Of Setting Ablaze“ heißt das dritte Album der Bremer Band, die sich nicht so richtig einordnen lassen will. Der Gesang sagt „Black-Metal“, die Musik oft „Punk“ oder auch „Hardcore“ (auch wenn sie das nicht möchte), schielt manchmal jedoch sogar in den „Rock“ hinüber. Das Duo nennt das selber „Black Metal Doom Punk“. Sehr krachig ist die ganze Angelegenheit allemal. In zwölf Songs ziehen Mantar den Hörer mit einer gehörigen Portion Abneigung in einen bösartigen Strudel aus Gekreische

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