RemiWolf.Album Artwork

Remi Wolf – Juno

Stellt euch mal vor, ihr veröffentlicht eure erste EP, die wird zum großen Hype und zieht gleich mal eine Neuauflauge mit Remixen von u.a. Beck, Hot Chip Little Dragon und Sylvan Esso nach sich. Klingt zu abgefahren, um wahr zu sein, ist bei Remi Wolf und ihrem Mini-Debüt „We Love Dogs!“ aber genau so passiert. Abgesehen davon, dass dem EP-Titel wohl niemand widersprechen möchte, liegt das wohl vor allem an dem abgedreht-überwältigenden Sounds, die die 25-jährige US-Amerikanerin zusammenwürfelt. Bester Beweis … Weiterlesen

Frank Carter and the Rattlesnakes - Sticky

Frank Carter & The Rattlesnakes – Sticky

„Sticky ist kein Lockdown-Album, es ist ein Freiheitsalbum“, will Frank Carter die Fans vor Albumrelease wissen lassen. Im Falle des Duos aus der UK bedeutet diese Definition aber weder eine Abkehr von klassischen Pandemie-Themen wie Introspektive noch eine Rückkehr zu alten Laien. Mit ihrem vierten Album machen Frank Carter & The Rattlesnakes nämlich wieder alles so wie bisher auf jedem der drei Vorgänger: komplett neu. Wo das Debüt „Blossom“ eine brachiale Naturgewalt war, ging das zweite Album „Modern Ruin… Weiterlesen

Charity Children Almost Young

Charity Children – Almost Young

Für ihr Albumcover nahmen Charity Children scheinbar einen herzhaften Griff in die Farbpalette. Heraus kommt ein gesprenkeltes Sammelsurium aus Farbtupfern, die als Gesamtwerk eine schimmernde Vielfalt andeuten. Verzichtet wurde aber auf die krasse Extreme, selbst der dunkelste Ton fühlt sich noch warm an, selbst der hellste sticht nicht unangenehm ins Auge. Eine passende Analogie für den Sound, den das in Berlin ansässige Duo auf ihr drittes Album gebannt hat. „Almost Young“ fühlt sich an wie eine altbekannte Umarmung, selbst wenn … Weiterlesen

Kurzum: "Ain't It Tragic" will die Weltherrschaft und Dead Sara hätten sie verdient. 

Dead Sara – Ain’t It Tragic

Die Sehnsucht nach der Rückkehr zu einem regulären Kulturbetrieb ist bei Musikfans wohl ungebrochen. Wer eine Platte wie „Ain’t It Tragic“ auflegt, wird vor dem geistigen Auge unweigerlich die größten Festivalbühen wachsen sehen. Auf denen werden Dead Sara wohl auch mit ihrem dritten Album kaum landen, aber jede Faser dieser 11 Songs vibriert nur so vor Intensität. Dafür holt das Trio aus L.A. die ganz großen Rock-Gesten heraus und setzt einer bisher ohnehin bemerkenswerten Diskographie die vorläufige Krone auf.

Groß,

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Laura Jane Grace – At War With The Silverfish

2020 war für viele ein Jahr der Introspektive, des Auseinandersetzens mit dem eigenen Seelenleben. Nach dem gefühlt 40. Lockdown hat man sich aber dann auch an seinem Innersten satt gesehen und wäre dann wieder bereit für etwas mehr Zerstreuung. Laura Jane Grace‘ – ihres Zeichens Sängerin und Gitarristin der Punk-Legenden Against Me! – Solo-Debüt „Stay Alive“ fiel genau in den Zeitrahmen der persönlichen Einkehr. Der dementsprechend gedrosselte, aber dafür umso intimere Sound war mutig, trostspendend und eine besondere Abwechslung vom … Weiterlesen

Varley

Varley – Smalltalk & DMCs

Endlich kann man wieder aus voller Inbrunst sagen: Indie lebt! Und zwar nicht nur in der Art, wie er Pop und Hip-Hop beeinflusst, sondern auch noch im klassischen Sinne mit analogen Instrumenten. An der Speerspitze stehen bei dieser neuen Welle aber keine weißen College-Dudes, sodern vor allem viele FLINTA. In der deutschen Musikszene gibt es bislang jedoch noch wenige Gallionsfiguren, da schaut man noch neidisch auf Größen wie Phoebe Bridgers oder Holly Humberstone herüber. Aber keine Sorge – die neuen … Weiterlesen

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Slothrust – Parallel Timeline

Eigentlich entstehen Regenbögen ja da, wo Sonne und Regen aufeinandertreffen. In der Popkultur hat sich das Naturphänomen derweil längst als Symbol für die LGBTQ*-Community etabliert. Wenn Slothrust nun für ihr fünftes (!) Studioalbum eine quietschend grelle Welt inklusive dem gestreifen Luftspektakel und Luftblasen erschaffen, wirkt das wie ein deutliches Statement. Aber auch wie eins, das doch einige Fragezeichen hinterlässt – bunte, grelle Farben für die Band, die auf „The Pact“ zuletzt mit ziemlich abgeklärter Pose gen Empowerment gestiefelt … Weiterlesen

Amyl and the Sniffers

Amyl and the Sniffers – Comfort to Me

Auch Straßenköter haben Gefühle! Genau davon scheinen Amy Taylor und ihre Kumpanen die wachsende Fanbase auf dem Zweitwerk „Comfort To Me“ überzeugen zu wollen. All jene, die den rauen Sound des Debütalbums „Amyl and the Sniffers“ zu schätzen gelernt hatten, brauchen jetzt aber nicht vor der Schoßhundisierung des Straßenlandes Angst zu haben. Amyl and the Sniffers sind immer noch laut, scheppernd und unangepasst. Nur eben in Punkto Songwriting einen ordentlichen Satz weiter nach vorne gekommen.

Das Herz der

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Dana Dentata

Dana Dentata – pantychrist

Genug von der häuchlerischen Harmonie. Wer kann diese auch länger ertragen, in einer Welt, in der Rassismus, Klassismus, Sexismus und Queerphobie diverse Keile zwischen die Menschen treiben? Bei Dana Dentata, dem ersten rein weiblichen Signing bei Roadrunner Records, öffnet dieser Ethos den Raum für die Dissonanz. Dabei soll das Debütalbum „pantychrist“ vor allem die empowernde Retourkutsche nach einem sexuellen Übergriff darstellen.  Die zwölf Stücke der Platte spielen deswegen ganz offensiv mit sexuellen Reizen, ohne dabei jemals selbst die Zügel abzugeben. … Weiterlesen

Jared Hart

Interview mit Jared Hart zur Tour 2021

In der Riege der Singer-Songwriter:innen vereint Jared Hart drei der wichtigsten Merkmale: eine unverwechselbare Stimmfarbe, hochemotionales Songwriting und nicht zuletzt einen schier unstillbaren Durst nach dem Tourleben. Wie sehr der Musiker aus New Jersey diesen Spirit lebt, haben wir selbst schon bei einem grandiosen Live-Auftritt erleben dürfen. Warum ihr euch seine kommende Tour auch nicht entgehen lassen solltet und was Livemusik überhaupt für ihn bedeutet, hat er uns nun in einem Interview verraten.

minutenmusik: Wie sind die letzten Monate … Weiterlesen