Mattiel Georgia Gothic

Mattiel – Georgia Gothic

Ziemlich plakativ schmeißen sich Mattiel Brown und Jonah Swilley für das Cover ihres dritten Albums „Georgia Gothic“ in Teufelskostüme. Ähnlich eindringlich wie die rote Signalfarbe dieser Outfits führt auch die zugehörige Musik durch eine recht düstere Welt, auf die man dennoch gerne einen Blick werfen möchte. Man spürt: Hier lief alles etwas anders als zuvor.

Licht im Dunkeln

Auf den bisherigen Platten arbeiteten die Sängerin Brown und ihr Produzent Swilley stets räumlich unabhängig voneinander. Für „Georgia Gothic“ setzten sich die … Weiterlesen

Yaenniver

Yaenniver – Nackt [Doppel-Review]

Knapp fünf Jahre nach dem letzten Jennifer-Rostock-Release präsentiert Frontfrau Jennifer Weist unter dem Alias Yaenniver ihre erste Solo-Platte. Diese geht das Thema Songwriting merklich anders an als ihre Hauptband und setzt damit jede Menge Statements – und polarisiert wie gewohnt. Auch bei Julia & Christopher kommt die Platte dabei sehr unterschiedlich gut an.

Christopher ist skeptisch:

Die deutsche Musikszene besitzt gefühlt zwei Genres. Zumindest zwei erfolgreiche. Rap und Pop. Alles daneben ist quasi schon Underground. Doch hin und wieder zeigen … Weiterlesen

Courtney Barnett

Plattenkrach: Courtney Barnett – Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit

2015 erweckte nicht nur minutenmusik das Licht der Welt, sondern auch das Debütalbum „Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit“. Mit dieser Ausgeburt an Lässigkeit bringt die Australierin den Slack Rock auf die großen Bühnen. Für Julia ein einschneidendes Album, für Alina ertönt die Platte für dieses Special zum ersten Mal aus der Box. Wie empfinden die beiden die Platte?

Julia findet:

2015 war das Jahr, in dem ich noch mit einem Bein in der Metalcore & … Weiterlesen

Die Liste Valentinstag allein

Die Liste: 10 Songs für den Valentinstag allein

Der Tag der Liebe jährt sich erneut. Kein Grund zur Sorge, solltest du wiedermal allein zuhause rumhocken – wir lassen dich nicht hängen, sondern liefern den passenden Soundtrack für den Valentinstag allein! Denn vergiss die anderen, du bist mit dir selbst im Reinen! Nur echt mit diesen Gassenhauern:

Billie Eilish – Lost Cause

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Zeal & Ardor

Zeal & Ardor – Zeal & Ardor

Ein unheilvolles Glockenläuten zerreißt die Stille. Was jetzt kommt, kann mit Worten nur schwer umrissen werden. Der Raum, den die Klangwelten von „Zeal & Ardor“ eröffnen, ist geprägt von einem bedingungslosen Zweifeln, einem wüsten Zorn, einem Wehklagen & Anklagen. Auslöser für diese nahezu nihilistische Finsternis ist mal wieder Manuel Gagneux, der auch bei diesem dritten Album die gesamte musikalische und gesangliche Arbeit im Alleingang übernommen hat – die Drums ausgeschlossen. Knapp 3,5 Jahre nach „Stranger Fruit“ öffnet das … Weiterlesen

Korn Requiem

Korn – Requiem

Ein musikalisches Requiem ist meist Teil einer Totenrede oder einer Beerdigung und somit ein hervorragendes Format für Korn. Schließlich hatte das Nu-Metal-Kollektiv schon seit dem selbstbetitelten Debüt im Jahr 1994 einen Hang für das Morbide, für die Dunkelheit. Diese teils sehr plakative und offenherzige Auseinandersetzung mit den inneren Dämonen kreiste seit jeher um die Gedankenwelt von Frontmann Jonathan Davis, der schon früh seine Missbrauchserfahrungen thematisierte. Gerade im sonst so breitbeinigen und teils auch unangenehm chauvinistischem Nu-Metal eine zumindest lyrisch sehr … Weiterlesen

Brave New Woman Leslie Clio

Leslie Clio – Brave New Woman

Der Name ist Programm: „Brave New Woman“ nennt Leslie Clio ihre neue Platte, die die Musikerin erstmals komplett in Eigenregie geschrieben, produziert und vertrieben hat. Das zugehörige Album vereint nun Dinge, die der Albumtitel andeutet: Mutige Genre-Sprünge, eine neue Leichtigkeit und dazu jede Menge feministisches Empowerment. Eine Mischung mit Explosionspotential – die Platte pulsiert vor einer Diversität, die in der deutschen Musiklandschaft nur selten zu finden ist.

Mit Leslie Clio im Wechselbad der Gefühle

Mit der Erfahrung von einer knapp … Weiterlesen

LeslieClio_Brave New Woman

Interview mit Leslie Clio über „Brave New Woman“

Der große Indie-Hype um Leslie Clio und ihren Song „I couldn’t care less“ ist mittlerweile knapp neun Jahre her. Nun erscheint mit „Brave New Woman“ ein Album, das seinem Titel in Sound, Text und Entstehung würdig ist. Im ausführlichen und gemütlichen Zoom-Call plaudern wir mit der frisch gebackenen Label-Chefin über ihren DIY-Ansatz, den Spagat zwischen Kommerz und Kreativität und über Weiblichkeit in der nationalen Musikwelt.

minutenmusik: Wie ist die Lage denn bei dir gerade? Ist noch viel zu tun … Weiterlesen

Brimheim - Can't Hate Myself into a different Shape

Brimheim – can’t hate myself into a different shape

Musiker*innen können mit Worten und Sounds Gefühlen einen konkreten Ausdruck verleihen, die sich im schnöden Alltag unserem Verständnis entziehen. „can’t hate myself into a different shape“ ist dafür ein glühender Beweis, stellt es doch eine immens wichtige und gleichzeitig traurige Beschreibung der Realität vieler Personen dar. Selbsthass, das Gefühl, niemals zu genügen und vor allem das Verlangen, jemand anders zu sein, bestimmen den Alltag vieler Menschen in der auf Leistung fokussierten Welt. Doch es steckt eben auch die Unmöglichkeit dieses … Weiterlesen

Mo Motordrome

MØ – Motordrome

Einem Cyborg gleich starrt uns Karen Marie Ørsted, so der bürgerliche Name von MØ, vom Cover ihres dritten Albums an. Selbst irgendwo zwischen Mensch und Maschine stecken geblieben, kredenzt uns der dänische Synth-Pop-Star eine thematisch passende Ausführung: „Motordrome“ bezieht sich nämlich auf „dødstrome„, dem Karnevalstrick, bei dem Stuntpersonen auf Motorrädern an senkrechten Wänden eines Motordroms entlangfahren. Das sei eine ideale Metapher für den Kampf mit den eigenen Panik- und Angstzuständen, finden Ørsted und Mutter – und so entsteht … Weiterlesen