DZ Deathrays Bandfoto 2021

Interview mit DZ Deathrays über „Positive Rising“

(ENGLISH VERSION BELOW) Weil die DZ Deathrays ungewöhnlich viele Songs für ihr viertes Album hatten, teilten die australischen Dance-Punks „Positive Rising“ in zwei Teile auf, die in recht kurzen Abständen veröffentlicht werden sollten. Doch so wie bei vielen warf die Pandemie die Pläne der dauertourenden Australier durcheinander. Wie sie für das Projekt zum Trio heranwuchsen, warum Hunde immer eine wiederkehrende Rolle in ihren Songs spielen und wie die Band den Lockdown produktiv nutzte, erzählte uns Gitarrist und Sänger Shane Parsons Weiterlesen

Review: Wavves - Hideaway

Wavves – Hideaway

Wenn sich in der abwechslungsreichen Diskographie von Wavves-Mastermind Nathan Williams eines durchzog, war es doch die omnipräsente Teenage Angst in seinen Texten mit der die Band aus San Diego groß wurde. Die ist für Williams auch noch mit Mitte 30 da, aber er hat auf „Hideaway“ kein Problem mehr damit, Depressionen und Hilflosigkeit in seinen einfach gestrickten Texten zu akzeptieren. Mittlerweile guckt er für seine Verhältnisse überraschend positiv über den düsteren Ozean – und die selbstgesteckten Genregrenzen – hinweg: „I … Weiterlesen

DZ Deathrays – Positive Rising: Part 2

Die australischen Dance-Punks DZ Deathrays machen auf dem zweiten Teil ihres Rock-Epos „Positive Rising“ wie immer alles richtig und bringen diesmal ihre Garagenparty zumindest atmosphärisch auf die Stadionbühne.

Die richtige Dosis

Mit ihrem jugendlich lärmigen Debüt „Bloodstreams“ von 2012 legten Shane Parsons und Simon Ridley als DZ Deathrays noch sämtliche Garagen in Schutt und Asche, wenn die Eltern mal nicht da waren und drehten bei Auftritten teils so laut auf, dass sie schon mehrfach von der Bühne flogen. Das sich … Weiterlesen

Review: Das Debüt des Peter Muffin Trios um Die Nerven Bassist Julian Knoth ist mehr als ein großer Spaß.

Peter Muffin Trio – Stuttgart 21

Im Januar noch veröffentlichte Julian Knoth aka Peter Muffin eine humorvolle Quatsch-Platte im Alleingang, nun steht er mit seinem Bruder Philipp Knoth und der Videokünstlerin Caroline d’Orville als das Peter Muffin Trio vor dem Mikrofon. „Stuttgart 21“ heißt das Debütalbum der drei Musiker*innen. Das wäre laut der Band ohne Produzent Nicolas Epe eine schrullige Punk-Platte geworden. Eigentlich.

Zu seiner eigen Glück ist das Debüt des Peter Muffin Trios nun doch weit mehr als stumpfer Punk. Mehr als deutlich macht das … Weiterlesen

Montreal Interview 2021

Interview mit Montreal über ihre Bandgeschichte

Nach 17 Jahren ist Zeit für eine Bestandsaufnahme von Montreal. Deshalb haben wir uns mit Bassist und Sänger Hirsch von Montreal über ihre Bandgeschichte und die Möglichkeiten, die man aktuell als Musiker während der Pandemie hat, unterhalten.

minutenmusik: Ihr habt vor wenigen Tagen eure neue Single „Zum Glück nicht relevant“ rausgebracht. Kannst du ein bisschen darüber erzählen, wie der Song entstanden ist.

Hirsch: Wir haben uns im Dezember 2020, als wir für ein Weihnachts-Streaming-Konzert geprobt haben, … Weiterlesen

Review: "Nowhere Generation" ist das stärkste Rise Against Album der letzten 10 Jahre und trotzdem durchwachsen.

Rise Against – Nowhere Generation

Es ist eine verbreitete Bitte unter Hardcore-Punk-Nostalgiker*innen: Rise Against mögen wieder in die rauen Gewässer zurückkehren, in denen sie einst vor über zwei Dekaden in Richtung Festival-Headlinertum ablegten. Mit dem neunten Album der Chicagoer erfüllt sich dieser Wunsch zwar nicht, alte Muster werden aber dennoch bedient.

Runterskalieren

Als Radio-Punks galten Rise Against spätestens seit dem dreckig-gelben Anti-Krieg-Manifesto „Appeal To Reason“. Drei Jahre später trieb „Endgame“ diesen Versuch den leicht hardcore-lastigen Punk-Rock mit Pop-Sensibilität und großen Gesten zu untergraben noch weiter. … Weiterlesen

Review: Auf "Cavalcade" besinnen Black Midi ihren Sound ein wenig. Und mischen ihm Free-Jazz bei. Autor Jonas ist begeistert.

Black Midi – Cavalcade

Auch der zweite Höllentrip der jungen Experimental-Band aus London hat es in sich, denn auf das nosige Bizarro-Debüt „Schlagenheim“ folgt mit „Cavalcade“ – wie sollte es anders sein – diabolischer Free-Jazz mit Prog-Versatzstücken, der so surreal anmutet, dass auch Salvador Dali dazu abgegangen wäre. Black Midi bleiben dabei stilistisch nach wie vor komplett unberechenbar und meist nur schwer einzuordnen, präsentieren aber gleichzeitig ihre vielleicht zugänglichsten Songs – das liegt auch an dem klaren Konzept des Albums.

Charakterstudien & After Hour

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Review: Unsere Autoren Maximilian und Jonas sind sich eigentlich ziemlich einig: Das zweite Fiddlehead Album ist sehr gut.

Fiddlehead – Between The Richness [Doppel-Review]

Drei Jahre nach dem Debüt sind die Supergroup-Punks um Fiddlehead mit einem neuen Album zurück. Grund genug, die Platte aus zwei Perspektiven zu betrachten.

Maximilian sieht das so:

Fiddlehead aus Boston, Massachusetts melden sich mit einem neuen Album zurück, das erste seit drei Jahren. Eigentlich ist die Veröffentlichung ihrer letzten Platte gar nicht mal so lange her. Dass neue Musik von Fiddlehead gefehlt hat, fällt auch erst beim Hören auf.

„Between The Richness“ ist die zweite Platte der Gruppe und … Weiterlesen

FIDDLEHEAD Credit Mitch Wojcik

Interview mit Fiddlehead über „Between The Richness“

[English version below!] Patrick Flynn kannte man in den 2000er Jahren als Sänger der Hardcore-Band Have Heart, die sich 2009 auflöste. Seit 2013 hat er mit Shawn Costa (ebenfalls Ex-Have Heart), Alex Henery (Basement), Alex Dow und Casey Nealon eine neue Punk-Formation: Fiddlehead. Diesen Freitag erscheint bei Run For Cover Records ihr zweites Album „Between The Richness“, über dessen Entstehung wir uns mit Pat unterhalten durften!

minutenmusik: Drei Jahre nach „Springtime and Blind“ gibt es … Weiterlesen

Review: Die neue Mannequin Pussy EP "Perfect" treibt auf der Welle weiter, die die Band hin zum Indie-Punk-Hype verfrachtet hatte.

Mannequin Pussy – Perfect EP

Der Nachfolger des gefeierten „Patience“ treibt auf der gleichen Welle weiter, die Mannequin Pussy hin zum Indie-Punk-Hype verfrachtet hatte, misst zu seinem Leid jedoch ein großen und wichtigen Pluspunkt des Vorgängerwerkes.

Lies sich „Romantic“ 2016 noch für elf Songs gerade 17 Minuten Zeit, so gelingt es der „Perfect“-EP fünf Stücke in 14 Minuten unterzukriegen. Das liegt vorrangig daran, dass die Philadelphier*innen noch mehr Wert auf Balance legen. Genauer gesagt: Die Balance ihrer zwei Kern-Stilistiken. Unbedarften Punk-Einminütern zum einen sowie melancholisch-verträumte … Weiterlesen