Wavves - Jesse Lirola

Interview mit Wavves über „Hideaway“

(ENGLISH VERSION BELOW) Altes Label. Neuer Produzent. Alte Themen. Neuer Sound.  Auf ihrem aktuellen Album „Hideaway“ meistern die kalifornischen Indie-Punks Wavves die Gratwanderung zwischen Vergangenheit und Zukunft der Band. Mastermind Nathan Williams hat uns im Interview über die Entstehung der Platte aufgeklärt, bei der plötzlich alles so schnell ging, dass direkt ein Nachfolger im Gespräch ist. Noch viel lieber sprach der gut gelaunte Frontmann aber über Fußball, die beste Serie der Welt und seine Liebe zu Tieren.

Nach dem Ausstieg … Weiterlesen

DZ Deathrays Bandfoto 2021

Interview mit DZ Deathrays über „Positive Rising“

(ENGLISH VERSION BELOW) Weil die DZ Deathrays ungewöhnlich viele Songs für ihr viertes Album hatten, teilten die australischen Dance-Punks „Positive Rising“ in zwei Teile auf, die in recht kurzen Abständen veröffentlicht werden sollten. Doch so wie bei vielen warf die Pandemie die Pläne der dauertourenden Australier durcheinander. Wie sie für das Projekt zum Trio heranwuchsen, warum Hunde immer eine wiederkehrende Rolle in ihren Songs spielen und wie die Band den Lockdown produktiv nutzte, erzählte uns Gitarrist und Sänger Shane Parsons Weiterlesen

Review: Wavves - Hideaway

Wavves – Hideaway

Wenn sich in der abwechslungsreichen Diskographie von Wavves-Mastermind Nathan Williams eines durchzog, war es doch die omnipräsente Teenage Angst in seinen Texten mit der die Band aus San Diego groß wurde. Die ist für Williams auch noch mit Mitte 30 da, aber er hat auf „Hideaway“ kein Problem mehr damit, Depressionen und Hilflosigkeit in seinen einfach gestrickten Texten zu akzeptieren. Mittlerweile guckt er für seine Verhältnisse überraschend positiv über den düsteren Ozean – und die selbstgesteckten Genregrenzen – hinweg: „I … Weiterlesen

DZ Deathrays – Positive Rising: Part 2

Die australischen Dance-Punks DZ Deathrays machen auf dem zweiten Teil ihres Rock-Epos „Positive Rising“ wie immer alles richtig und bringen diesmal ihre Garagenparty zumindest atmosphärisch auf die Stadionbühne.

Die richtige Dosis

Mit ihrem jugendlich lärmigen Debüt „Bloodstreams“ von 2012 legten Shane Parsons und Simon Ridley als DZ Deathrays noch sämtliche Garagen in Schutt und Asche, wenn die Eltern mal nicht da waren und drehten bei Auftritten teils so laut auf, dass sie schon mehrfach von der Bühne flogen. Das sich … Weiterlesen

Review: The Murlocs aus Melbourne überzeugen auf ihrem fünften Album "Bittersweet Demons" mit sonnigem Psych-Pop.

The Murlocs – Bittersweet Demons

Schnappt euch ein eiskaltes Victoria Bitter und genießt mit dem fünften Album der Band aus Melbourne sonnendurchfluteten Psych-Pop, der wie für die Party am australischen Surferstrand gemacht ist. Prägende Stilmittel von The Murlocs bleiben das schwindelerregende Mundharmonikaspiel und der temperamentvolle Gesang von Sänger/Gitarrist Ambrose Kenny-Smith. Im Gegensatz zu den Garage-lastigeren Veröffentlichungen bisher ist „Bittersweet Demons“ weniger ungezügelt und auch die Fuzz-Pedale bleiben diesmal größtenteils im Gitarrenkoffer. Dafür bauen die Australier ihre Songs auf sanfte Piano-Melodien und verschmelzen diese mit … Weiterlesen

Review: Mit ihrem Debütalbum dürften Cleopatrick wohl einer der heißesten Liveacts für die After-Pandemie-Zeit sein.

Cleopatrick – Bummer

Während Royal Blood das Album ihrer Karriere rausgehauen haben und die ewigen Schürzenjäger von Death From Above 1979 ihre sanfte Seite entdeckten, wildern Newcomer Cleopatrick im Power-Rock-Revier der beiden Genregiganten und machen dabei auch noch fette Beute.

Anders als bei den ähnlich schlagkräftigen Duos donnern uns die jungen Kanadier ihren stampfenden Alternative-Rock ohne Bass, dafür in der Kombination Gitarre/Schlagzeug um die Ohren. Das klingt dadurch zwar weniger nach Disco als die aktuellen Erscheinungen der beiden Referenzgrößen, heizt aber vielmehr mit … Weiterlesen

Review: Auf "Cavalcade" besinnen Black Midi ihren Sound ein wenig. Und mischen ihm Free-Jazz bei. Autor Jonas ist begeistert.

Black Midi – Cavalcade

Auch der zweite Höllentrip der jungen Experimental-Band aus London hat es in sich, denn auf das nosige Bizarro-Debüt „Schlagenheim“ folgt mit „Cavalcade“ – wie sollte es anders sein – diabolischer Free-Jazz mit Prog-Versatzstücken, der so surreal anmutet, dass auch Salvador Dali dazu abgegangen wäre. Black Midi bleiben dabei stilistisch nach wie vor komplett unberechenbar und meist nur schwer einzuordnen, präsentieren aber gleichzeitig ihre vielleicht zugänglichsten Songs – das liegt auch an dem klaren Konzept des Albums.

Charakterstudien & After Hour

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Review: Autor Jonas sieht im Debüt der Post-Punker Squid einen Anwärter auf das Album des Jahres.

Squid – Bright Green Field

Post-Punk goes Electro! Zumindest wenn man nach dem Label geht, das sich dem grandios-frenetischen Debüt von Squid angenommen hat. Auch wenn Warp eigentlich das Zuhause von experimenteller Dance-Music und Techno ist, macht die Labelwahl durchaus Sinn und das nicht nur, weil der Sound der fünf Wahl-Londoner ebenso unberechenbar ist wie von Label-Kollegen Aphex Twin, sondern auch, weil keine verkrampfte Genrespezifizierung dem wilden Konglomerat aus Kraut, Jazz, Ambient, Math, Drone, Noise, Indie und was alles sonst noch in „Bright Green Field“

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Review: Auf dem fünften Iceage Album „Seek Shelter“ erreichen die Experimente u. a. durch den Einsatz eines ganzen Gospelchores ein neues Niveau.

Iceage – Seek Shelter

Durch den genre-untypischen Anteil an Gospel hat es fast den Anschein als würden die geschundenen Post-Punk-Seelen von Iceage endlich in den Himmel auffahren können – nur dass sie dabei in der abgeranzten Kneipe vor den Pforten hängenbleiben, um ihren Poetenherzschmerz mal wieder in viel Rotwein und Düsterromantik zu ertränken.

An hardcorelastigem No-Wave ausgetobt und ihrer Zerstörungswut Luft gemacht haben sich die Dänen schließlich schon genug auf ihrem Debüt „New Brigade“ und dessen Nachfolger „You’re Nothing“. Seitdem heißt es dem jugendlichen … Weiterlesen