Creeper

Creeper – Sex, Death & the Infinite Void

Emo is not dead. Nicht nur mit der wahnwitzig großen Nachfrage nach den My-Chemical-Romance-Reunion-Konzerten kann man diese Aussage verifizieren, auch 2020 vertrauen viele frische Bands auf das unverkennbare Genre. Während die meisten dabei den alten Bruder Emo in lässigen Pop-Punk oder bedrückendem Shoegaze stopfen, gehen Creeper einen ganz eigenen Weg. Ein Blick auf Bandfotos, Artworks und Videos reicht, um den klaren Ursprung dieses Sextetts auszumachen: Der Emo von Creeper trägt die schwarz gefärbten Haare tief im Gesicht, schreckt weder vor … Weiterlesen

Cover von Frank Turners und NOFX Split-Album "West Coast Vs. Wessex"

NOFX & Frank Turner – West Coast Vs. Wessex

Aus Festival-Sommer werde Sommer der Live-Alben: Die warmen Monate des Jahres 2020 stehen für Musiker*innen und die hinter diesen stehende Industrie unter keinem guten Stern. Alle Festivals: Abgesagt. Viele Veröffentlichungen: Hinter den Kulissen verschoben. Das Resultat: Engpässe nicht nur bei den Musiker*innen selber, sondern auch bei deren (Live-)Crews, die den Tempel der Musik sonst wie eine stabile Säule tragen. Der Umgang der Künstler*innen selber mit dieser misslichen Lage fällt mindestens genauso vielfältig aus wie die vielen verschiedenen Jobs, die die … Weiterlesen

Fontaines D.C.

Fontaines D.C. – A Hero’s Death

Kaum vorstellbar, aber gerade einmal 15 Monate sind laut dem Kalender vergangen, seit Fontaines D.C. mit „Dogrel“ eines der wichtigsten Alben des vergangenen Jahres in die Welt setzten. Dass die Iren mittlerweile ganz selbstverständlich in einem Atemzug mit den Idles oder Shame genannt werden, hängt ohne Frage mit dem ambitionierten Vorhaben hinter dem Debüt zusammen. Finstere Post-Punk-Sphären, gesprenkelt mit unmissverständlichen Beats und Frontmann Grian Chattans zwischen Frust und Resignation schwankendem Gestus lockten die Seele zu einem Spaziergang durch das verregnete … Weiterlesen

Nico Laska GONE EP

Nico Laska – GONE

Fine we survived – Gone our divide“. Nach der ersten EP FINE von Nico Laska geht es nun mit GONE weiter. Wie man vom Titel schon erraten kann, geht das nicht gerade gut aus. GONE ist die Geschichte einer Trennung, eine Erzählung über die Gefühle und geplatzten Träume danach.

Dass Nico Laska ein Fan von Anspielungen innerhalb der Songs ist, konnte man bereits in der letzten EP erkennen. Dort wurden im letzten Song „Light it Up“ alle Songtitel … Weiterlesen

The Naked and Famous

The Naked and Famous – Recover

Und da waren’s nur noch zwei. Als The Naked and Famous vor rund zehn Jahren (!) mit der Überhymne „Young Blood“ und dem zugehörigen Album „Passive Me, Agressive You“ als die große Hoffnung des Indie auftauchten, waren sie noch ein Quintett. Wie das Cover des fünften Albums „Recover“ unschwer erkennen lässt, sind von diesem Gespann nur noch Sängerin und Songwriterin Alisa Xayalith und singender Gitarrist Thom Powers übrig geblieben. So ganz haben den Werdegang des Synth-Pop-Kollektivs wohl nur die Fans … Weiterlesen

Ellie Goulding - Brightest Blue

Ellie Goulding – Brightest Blues

„Lights“, „Anything Could Happen“, „Burn“. Die Liste an Songs, mit denen Ellie Goulding seit dem Jahr 2009 in den Charts vertreten war, ist schier unendlich lang. Gerade die Mischung aus Pop und Elektro-Elementen, die hymnenartigen Texte und melodischen Melodien machten die Songs der Britin in der Vergangenheit zu großartigen Kunstwerken. Fast fünf Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Delirium“ präsentiert Ellie Goulding mit „Brightest Blue“ nun ihr viertes und bisher wohl persönlichstes Album.

Für Pop-Kritiker wird das neue Album der Sängerin … Weiterlesen

Mando Diao

Mando Diao – All The People

Straffes Programm im Hause Mando Diao: Erst am 12. Juni veröffentlichten die Schweden ihr zweites Album in schwedischer Sprache („I solnedgången“), schon steht die zweite Überraschung für Fans an. Um die Corona bedingte Flaute möglichst unterhaltsam zu überbrücken, sendet das Quintett eine 5 Song starke EP in die Welt. Die Songs darauf entstanden größtenteils bei den Aufnahmen zum Vorjahres-Album „BANG“, dabei steht „All The People“ jetzt irgendwo zwischen den Stühlen. Der pure Kern der glorreichen Anfangstage steckt nämlich genau so … Weiterlesen

Provinz – Wir bauten uns Amerika

Es sollte DAS Jahr für die Ravensburger Band Provinz werden: nachdem sie sich 2019 mit ihrer deutschsprachigen Indiepop-Musik einen ersten Namen machten, war in diesem Jahr die ausverkaufte Clubtour, das Debütalbum sowie ein ausgedehnter Festivalsommer geplant. Doch dann kam Corona. Und ebenso tragisch wie die allgegenwärtige Grundstimmung in diesem Jahr klingt auch ihr Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“, das nach mehrfachen Verschiebungen nun endlich am 17.07.2020 erscheint. In elf Songs schwelgen Vincent (Gesang, Gitarre), Robin (… Weiterlesen

Die Orsons – Tourlife4Life

Erst im vergangenen Jahr veröffentlichten die Orsons mit „Orsons Island“ eines der erfolgreichsten Alben des Jahres. Kaum zu glauben, dass nun bereits der nächste Kracher der vierköpfigen Band in den Startlöchern steht. Denn die Orsons haben ihre freie Zeit auf Tour zwischen langwierigen Autofahrten, Soundchecks und den endlosen Wartezeiten im Backstage genutzt, um musikalisch-kreative Spontaneinfälle zu sammeln und in einen großen Topf zu werfen: Herausgekommen ist schließlich ein buntes musikalisches Potpourri aus Ideen, die zu einem besseren Zeitpunkt nicht hätten … Weiterlesen

Entry - Detriment

Entry – Detriment

„Detriment“ nimmt sich keine Zeit für Spannungsaufbauten. Das macht „Intro“, das einleitende, rein instrumentale Stück des ersten Entry Langspielers, mit seinem brachialen Riffing und disharmonischen Störgeräuschen mehr als klar. Auch die anschließenden „Your Best Interest“, „Vulnerable“ sowie „Secondary“ nehmen ähnlich wenig Rücksicht auf Kopfschmerz und Stress: Gerade einmal drei Minuten braucht es, bis Zuhörer*innen am Ende der flotten Song-Trilogie angelangt sind. Auf dem Weg dahin gibt es knarzende Schrammel-Gitarren, Four-To-The-Floor-Snare-Geballer und wütendes Gebell. Ja, das Quartett aus der City Of … Weiterlesen