The Offspring - Let The Bad Times Roll

The Offspring – Let The Bad Times Roll

Auf den ersten Blick löst das Coverartwork von „Let The Bad Times Roll“ blankes Entsetzen aus. Schnell stellt sich die Frage, weshalb the Offspring, die legendäre Skate-Pop-Punk-Gruppe aus Orange Country, ihr erstes Studioalbum seit knapp neun Jahren in einer solchen Hässlichkeit verpacken? Beim genaueren Betrachten fallen jedoch dezente Anspielungen auf sozialpolitische Probleme auf, welche die Band in den Texten ihres aktuellen Albums thematisiert. Hinzu kommt die detailreiche und liebevolle Gestaltung des Covers. Nach einer genaueren Auseinandersetzung gibt der Überzug also … Weiterlesen

The Pighounds - Hilleboom

The Pighounds – Hilleboom

The Pighounds aus Dortmund haben sich mit dem April die perfekte Jahreszeit ausgesucht, um mit „Hilleboom“ zu debütieren, denn die Musik des alternative Duos ist genauso vielseitig wie das wechselhafte Frühlingswetter. Noisige Parts wechseln sich mit Garage-Momenten ab und stellenweise schimmert ein Hauch von Grunge durch das Klangbild der beiden Musiker. Mit ihrem abwechslungsreichen und eingängigen Sound gesellen die Pighounds sich zu ihren LabelkollegInnen von Daily Thompson, Hodja und Hathors. „Hilleboom“ lässt sich wohl am ehesten als Perle des deutschen … Weiterlesen

Interview: Wir haben Hannah Reid von London Grammar ein paar Fragen zum neuen Album "Californian Soil" gestellt und sehr persönliche Eindrücke gewonnen.

Interview mit Hannah Reid von London Grammar über deren 3. Album „Californian Soil“

(ENGLISH VERSION BELOW) Mit ihrem Debütalbum „If You Wait“ und ganz besonders mit dem Song „Strong“ setzten sich London Grammar ein kleines Denkmal im Indie-Dream-Pop. Auch fast ein Jahrzehnt später dienen ihre fragilen und hochemotionalen Songs als Seriensoundtracks. 2021 sind sie mit ihrem 3. Werk „Californian Soil“ zurück, das kommenden Freitag erscheint und eine eindeutige Entwicklung im Sound präsentiert. Wir durften Frontfrau Hannah Reid einige Fragen stellen und konnten sehr persönliche Einblicke gewinnen.

minutenmusik: Hallo Hannah! Schön, dass ihr … Weiterlesen

Flyte

Flyte – This Is Really Going To Hurt You

Trübsal blasen mit Ansage! Immerhin vertuschen Flyte nicht groß, dass ihr zweites Album „This Is Really Going To Hurt You“ wahrlich kein Zuckerschlecken ist. Zumindest emotional stehen die Koordinaten gen Herzschmerz, übernimmt doch Frontmann Will Taylor die Rolle als Reiseführer. Und der hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine eigene Trennung fein säuberlich zu dokumentieren. Schon der Opener „Easy Tiger“ fällt mit der Tür ins Zimmer, wenn Taylor kurz und schmerzlos konstatiert: „This is only to get worse.“ Richtige Stimmungskiller, … Weiterlesen

Interview Eut

Interview mit Eut über „Party Time“

(ENGLISH VERSION BELOW) Musik zum Tanzen und Abschalten konnte man selten so sehr gebrauchen wie jetzt. Mit einer ordentlichen Portion Charme laden Eut deswegen Indie- & Pop-Fans, Anhänger*innen frickeliger Riffs und flotter Beats, nachdenkliche-Lyrics-Sammler*innen und Partykeller-Besitzer*innen zu sich ein. Und diese Einladung kommt in Form des Albums „Party Time“ so geschickt daher, dass man gar nicht absagen kann. Wie die perfekte Party für Eut aussieht und was das niederländische Quintett mit Keks-Rezepten, Britney Spears und Schlafanzügen zu tun hat, erzählt Weiterlesen

Interview mit Dan Lambton über rationale.

[English version below!] Dan Lambton dürfte allen Liebhabern des zeitgenössischen Pop-Punks ein Begriff sein. Für alle anderen: Er war die Stimme von Real Friends, die wiederum eine der wichtigsten Genre-Bands der vergangenen zehn Jahre ist. Mit ihr polarisierte er durch direkte, emotionale Texte und extrem energetische Musik und prägte einen Sound, der schnell an Beliebtheit gewann. Eine weitere Band aus Lambtons Umfeld, die den Chicago-Sound der letzten Jahre verkörpert, ist Knuckle Puck, die von Beginn an eine enge Weiterlesen

Review: Das neue Death From Above 1979 Album "Is 4 Lovers" täuscht vor, eine sichere Nummer zu sein, macht dann aber in der 2. Hälfte alles anders.

Death From Above 1979 – Is 4 Lovers

Fast würde man meinen, Death From Above 1979 gingen nur bedächtige Schritte mit ihrem vierten Studioalbum „Is 4 Lovers“. Doch diese Rechnung wurde ohne die zweite Albumhälfte geschrieben.

Gerade mal eine Portion (Hüft-)Schwung. Viel mehr ist es nicht, was die erste Hälfte der zehn neuen Songs der Kanadier anders machen. Der Rest ist altbekannt. Ein kurzer Querschnitt: Die verzuckelten Bassläufe von „Modern Guy“ kuscheln zwar mit den Synthesizer-Melodien, die sie imitieren, abseits einiger Kuhglocken und gesteigerter Leichtigkeit fügt sich die … Weiterlesen

Review: Auf ihrer neuen EP "Broken Heart Economy Class" liefern DOTE frischen und keinesfalls belanglosen Indie-Pop.

DOTE – Broken Heart Economy Class EP

„Coming-of-Age-Indie“ – das klingt für mich erstmal eher nach kitschigem Highschool-Film mit passendem Soundtrack. So weit, so unspannend, wenn man in die teilweise doch sehr langweilige Filmmusik so mancher Netflix-Produktionen denkt. Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Begriff aber etwas ganz anderes: Nämlich der Sound der Indie-Band DOTE aus Essen – also zumindest bezeichnen sie selbst ihre Musik so. Dass das aber eigentlich ganz gut passt, merkt man spätestens beim Hören ihrer neuen EP „Broken Heart Economy Class“.

Darauf befinden … Weiterlesen

Part-Time Friends

Part-Time Friends – Weddings & Funerals

Ganz schön pfiffig: Abgesehen davon, dass man manche Verwandte ausschließlich auf Hochzeiten und Beerdigungen antrifft, sind die beiden Veranstaltungen grundsätzlich konträr. Eine wahre Spielwiese an Gegensätzen, die sich die  Part-Time Friends mit diesem Albumtitel also ausgesucht haben. Noch pfiffiger: Blumen als Albumcover zu wählen, die in beiden Kontexten eine tragende Rolle spielen. So entsteht trotz all der Unterschiede doch eine Gemeinsamkeit, ein Mantra, das auch musikalisch auf „Weddings & Funerals“ zutrifft. Denn die deutliche Zäsur, die die Platte in zwei … Weiterlesen

Review: Das vierte Citizen-Album "Life In Your Glass World" sucht nach neuen Wegen und stößt dabei auf einen Sound, der Grammys gewinnt.

Citizen – Life In Your Glass World

Der Einstieg in das vierte Citizen Album ist ein gewaltiger: Am Anfang der Reise steht eine dicht zusammengezimmerte Post-Hardcore-Soundwand. Doch der anfängliche Krach täuscht, denn „Life In Your Glass World“ ist alles andere als eine Rückkehr zu alten Grunge-Tagen. Wenige Momente nach dem eindrucksvollen Start macht das selbst das Eröffnungsstück „Death Dance Approximately“ deutlich, wenn Krach und Lärm sich fix in ein tanzbares Indie-Rock-Monstrum verwandeln. Und auch das anschließende „I Want To Kill You“ macht es ganz gegensätzlich zum harschen … Weiterlesen