Bright Eyes – Down in the Weeds, Where the World Once Was

Wäre die aktuelle Indie-Szene ein Sammelsurium aus körnigen DIY-Filmchen aus dem eigenen Kämmerchen, wären Bright Eyes der ganz große Blockbuster. Natürlich einer von den guten, einer, mit Ecken und Kanten und echten Gefühlen. Einer von diesen Lieblingsfilmen, bei denen man trotz all der vielen vergangenen Jahre noch genau an dieser Stelle weinen muss, genau hier die Faust recken mag, genau dort an die vielen Festivalmomente denkt. Während also die ganze Szene mit LoFi-Bedroom-Pop experimentiert, gilt beim ersten Bright-Eyes-Album seit neun
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Daily Thompson - Oumuamua

Daily Thompson – Oumuamua

Die Kunst auf dem Artwork lädt schon zum Träumen ein: Eine Art Meteorit (oder Raumschiff?) passiert gerade eine gigantische Wolke im All. Womöglich ein kurzer Ausschnitt einer langen Reise. Getränkt ist das Ganze in eine wunderbar subtil gehaltene und gleichzeitig geschmacksvolle Farbpalette. In gleichem Maße geht von dem Kunstwerk ein angenehmer Retro-Hauch wie auch etwas Zukunfts-Sehnsucht aus. Insgesamt vermittelt das Cover-Artwork eine ziemlich gute Idee von dem, was auf dem Album zu hören ist.

Trocken, schwer und nostalgisch, vor allem

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Osi And The Jupiter – Appalachia

Osi And The Jupiter – Appalachia

Bei der Betrachtung des Coverartworks kommt schnell die Idee auf, dass es sich hierbei um nihilistischen Aussteiger-Black-Metal handeln könnte. Diese EP teilt sich tatsächlich Einiges mit verschiedenen Black-Metal-Ströumgen. Jedoch sind es nicht die Blastbeats und Blutkehlen. Der Titel kommt da schon eher zur Sache und verrät konkreter, worum es hier geht. Osi And The Jupiter thematisieren auf ihrer jüngsten EP ungebändigte Natur in ihrer reinsten Form.

Tagesanbruch in den Appalachen

Wie die aufgehende Sonne einen neuen Tag in den Appalachen … Weiterlesen

Rikas, New Fall Summer Edition Düsseldorf, 27.07.2020 (+Bildergalerie)

(Die gesamte Galerie findet ihr unter dem Text.)

Am Montag war es endlich mal wieder soweit. Ein richtiges Konzert! Mit einer Band auf einer Bühne, deren Sound nicht über Autoradios oder Kopfhörer übertragen wird und die man live und wahrhaftig vor sich sehen kann. Nicht, dass die Auto- und Kopfhörerkonzerte nicht auch auf ihre Art schön wären, aber es fehlt halt doch etwas. Dementsprechend riesig war unsere Freude darüber, dass das New Fall Festival, das normalerweise im Herbst in … Weiterlesen

Alanis Morissette – Such Pretty Forks In The Road

Corona hindert Künstler daran, Musik zu machen? Das mag teilweise mit Sicherheit stimmen – doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regeln. Alanis Morissette hat dieses Jahr ordentlich was zu feiern. 25 Jahre ist ihr internationales Debütalbum „Jagged Little Pill“ nun alt und bis heute Platz 11 der bestverkauften Alben aller Zeiten weltweit. Das sollte eigentlich auch mit mehreren Liveauftritten zelebriert werden. Die können bekanntlich nicht stattfinden, dafür gibt es seit Ende Juni das Re-Issue (lest HIER nochmal unsere Rezension) mit einem … Weiterlesen

The Naked and Famous

The Naked and Famous – Recover

Und da waren’s nur noch zwei. Als The Naked and Famous vor rund zehn Jahren (!) mit der Überhymne „Young Blood“ und dem zugehörigen Album „Passive Me, Agressive You“ als die große Hoffnung des Indie auftauchten, waren sie noch ein Quintett. Wie das Cover des fünften Albums „Recover“ unschwer erkennen lässt, sind von diesem Gespann nur noch Sängerin und Songwriterin Alisa Xayalith und singender Gitarrist Thom Powers übrig geblieben. So ganz haben den Werdegang des Synth-Pop-Kollektivs wohl nur die Fans … Weiterlesen

„Endlich Sommer“ mit Indie Radar Ruhr

Dieser Sommer muss leider mehr oder weniger ohne Festivals auskommen. Aber das heißt zum Glück nicht, dass wir komplett ohne Livemusik auskommen müssen. Überall sprießen die unterschiedlichsten Konzepte aus dem Boden, um Corona-konforme Konzerte zu veranstalten: von Picknick-Konzerten über Strandkorb-Festivals bis hin zu gemütlichen Biergartenkonzerten. Auch Indie Radar Ruhr haben sich etwas einfallen lassen und bieten zusammen mit dem Restaurant Gdanska verschiedenen Newcomern eine Bühne.

Die Bühne ist in diesem Fall die Terrasse vor dem Gdanska in Oberhausen, vor der … Weiterlesen

Provinz – Wir bauten uns Amerika

Es sollte DAS Jahr für die Ravensburger Band Provinz werden: nachdem sie sich 2019 mit ihrer deutschsprachigen Indiepop-Musik einen ersten Namen machten, war in diesem Jahr die ausverkaufte Clubtour, das Debütalbum sowie ein ausgedehnter Festivalsommer geplant. Doch dann kam Corona. Und ebenso tragisch wie die allgegenwärtige Grundstimmung in diesem Jahr klingt auch ihr Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“, das nach mehrfachen Verschiebungen nun endlich am 17.07.2020 erscheint. In elf Songs schwelgen Vincent (Gesang, Gitarre), Robin (… Weiterlesen

Bloodhype

Interview mit Bloodhype über „Delicate Creature“ und Corona-News

Flexibel muss man sein. Es fühlt sich wie gestern an, dass wir Bloodhype in unserer Liste der Newcomer des Jahres vorgestellt haben. Keine Frage, es standen ja auch große Schritte an: Für die ewig tourende Nachwuchsband sollte es mit dem Debütalbum so richtig losgehen. Doch dann kam die Corona-Pandemie und alles sieht plötzlich anders aus. Dabei bebt die Platte schon in den Vorab-Singles am Puls der Zeit. Wo die 80s aktuell sowohl in den satten Synthies der großen Weltstars als … Weiterlesen

July Talk

July Talk – Pray For It

Schlichte monochrome Artworks ummanteln den recht klassischen Sound von July Talk seit der Bandgründung im Jahre 2012. Ein schwarz-weißer Faden, der dem inhärenten Potenzial für Klassikerwerdung entgegenkommt. Denn die unaufgeregten Albencover malen ohne großen Bombast, dafür aber mit festem Handgriff Gefühlswelten an die innere Leinwand. Was für eine große Emotionspalette durch so eine zarte Berührung wie auf der Schachtel des Vorgängers „Touch“ ausgelöst werden kann, erklären die Kanadier*innen dann auf dem auditiven Kanal hinzu. Ähnlich ist auch das Drittwerk „Pay … Weiterlesen