Slaves – Acts Of Fear And Love

Duos im Rock, das funktioniert. Ob Death From Above, Johnossi, The Kills, The Picturebooks oder Royal Blood – die Liste weist beeindruckend erfolgreiche und hochwertige Acts auf. Vor allem in den letzten Jahren scheint das Zusammenspiel aus Drummer und Gitarrist/Bassist zu reichen, um einen energetischen, einzigartigen Sound zu erzeugen. Auch Slaves aus Kent fahren auf diesem Zug mit und präsentieren nun ihr drittes Studioalbum, das wie eine bunte Wundertüte daherkommt.

Was sollte eine Alternative-Platte eigentlich so bieten, um herauszustechen? Möglicherweise einen Trademark-Sound,

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Plattenkrach: Florence + The Machine – Lungs

Florence + The Machine sind Bestandteil des vierten Plattenkrachs. Das Debüt „Lungs“ der Engländerin Florence Welsh und ihrer wechselnden Band war 2009 in aller Munde und hinterließ bei Kritikern großen Eindruck – so auch bei unserer Julia. Kollegin Marie hat von dem Hype wenig bis gar nix mitbekommen und hat ganz unvoreingenommen mal reingehört.

2009 war ich 14 Jahre alt. Groß geworden mit Queen und ABBA wendete ich mich als Teenager, wie viele andere zu dieser Zeit, aber dann dem Metal und Emo zu. Die Helden der Stunde hießen My Chemical Romance und Bullet For My Valentine.

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Interview mit Deaf Havana über “Rituals”!

(English version below) Kürzlich erschien mit “Rituals” das neueste Album von Deaf Havana (Rezension hier), das die Band auf komplett neue Wege geführt hat. Wir durften nun Sänger und Gitarrist James Veck-Gilodi einige Fragen zur Entscheidung für den neuen Sound, sowie auch zu Ritualen, dem Bösen und der Zukunft der Band stellen.

minutenmusik: Hallo zusammen! Erstmal möchte ich mich im Namen der ganzen minutenmusik-Redaktion dafür bedanken, dass du dir Zeit für uns nimmst! Euer neuestes Album “Rituals” hat im Bezug auf den Sound eurer Band einen

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Ein Festival für Liebhaber: Das Way Back When geht in die nächste Runde!

In der stetig wachsenden Festivallandschaft ist das Way Back When in Dortmund doch ein wahrer Lichtblick: anstatt auf die großen Namen und Kommerz zu setzen, präsentiert das Festival nun schon zum fünften Mal Newcomer aus den Sphären rund um Indie. Schon letztes Jahr konnte uns das Festival in seinen Bann ziehen (Bericht).  Auch dieses Jahr konnten die Bestätigungen die Vorfreude ins Unermessliche wachsen lassen, was vor allem auch an dem unglaublich breiten Spektrum der Acts liegt.

Besonders den Rahmen sprengen dieses Jahr Fjørt, die mit ihrem atmosphärischen

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Lui Hill – Lui Hill

Lui Hill möchte die Hörer*innen mit seinem Debüt auf Reisen mitnehmen. Darunter kann man sich jetzt erstmal eine Menge vorstellen, bisher ist der Musiker schließlich noch nicht sonderlich bekannt. Das könnte sich jedoch schnell ändern, denn so charmant wie diese Musik eine*n umgarnt, möchte man doch immer wieder erneut auf “Play” drücken.

Was macht die Musik des Singer-Songwriters nun so besonders? Hill verschmelzt klassische Folk- und Indieklänge mit modernen elektronischen Sounds. Dabei werden also beide großen Sparten von Indie-Festivals gekonnt abgedeckt. Glücklich

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Punk-Attitüde und Gänsehaut-Garantie: Jared Hart auf Tour!

Jared Hart beging den klassischen Werdegang eines Punkband-Frontmanns: nach einer ersten Karriere bei The Scandals entschied sich der Musiker schließlich für eine Solo-Akkustik-Platte. Diese trägt den Namen “Past Lives & Pass Lines” und hätte eigentlich einen viel höheren Bekanntheitsgrad verdient, als ihr zuteil wurde. Nicht nur Harts Stimme gehört zu den besten, die der Singer-Songwriter-Bereich zu bieten hat, auch musikalisch kann das Album direkt überzeugen und bietet Songs zum Mitgröhlen, Mitweinen und natürlich einer Menge Gänsehaut-Potential. Diese großen Qualitäten

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Loose Tooth – Keep Up

Loose Tooth sind eine Band, in die man sich leicht verlieben kann. Das liegt nicht nur am sympathischen Auftreten des Trios, sondern auch an der charmanten Musik, die ein wohliges Bauchgefühl erzeugen, aber auch zum Nachdenken bewegen kann. Live sind die drei eine Macht, die ihre Varianten zwischen ruhigem Indie und Riot Grrl-Momenten mit ordentlich Druck klar auf den Punkt bringen. Bei der Tour von Indie-Liebling Courtney Barnett haben wir die Band schnell ins Herz geschlossen (Bericht hier) und waren direkt gespannt auf das neueste Werk, das über Barnetts Label Milk! Records erscheint.

Eröffnet

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Der Wahnsinn – Toi!

Es ist erst einige Monate her, da überraschte das Punk-Duo Der Wahnsinn mit einem ganz besonderen Debütalbum. Gesellschaftskritische Texte, treibende Schlagzeug-Beats und ganz viel Humor hielten der sich selbst sehr ernst nehmenden Alternative-Szene den Spiegel vor. Schon die erste Platte “Aus Liebe zum System” schaffte es ohne Probleme, vielerlei Thematiken aufzugreifen, die zynisch hinterfragt wurden (Rezension hier). Anstatt jetzt den typischen zwei-Jahres-Zyklus

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Deaf Havana – Rituals

Laut dem Duden beschreiben Rituale die “Gesamtheit der festgelegten Bräuche und Zeremonien eines religiösen Kultes” und “regelmäßiges Vorgehen nach einer festgelegten Ordnung”. Schon ein Blick auf die Tracklist des neuesten Studioalbums der Indie-Band Deaf Havana zeigt, dass der Titel nicht ohne Zusammenhang zum Rest der Platte gewählt wurde. Jeder Titel besteht aus einem Wort, die allesamt dem religiösen Kontext angehören: “Sinner”, “Ritual”, “Heaven” oder “Worship”. Das schreit auf den ersten Blick nach Konzeptalbum

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The Gaslight Anthem, Palladium Köln, 29.07.2018

The Gaslight Anthem sind eine Herzband. Das merkt man schon bei der T-Shirt-Wahl des Publikums, die zu 99% aus Merch besteht, das merkt man aber vor allem während des Konzerts – hier fließt ganz viel Liebe. Die Band hat gerufen, sie wollen das große Album “The ’59 Sound” live präsentieren – in voller Länge. Natürlich kommt die riesige Fanbase diesem Wunsch in Windeseile nach und verkauft in kürzester Zeit zwei Shows im Palladium aus. Und das, obwohl oder gerade weil es um die Band seit einigen Jahren doch sehr ruhig geworden ist und sich Frontmann Brian Fallon

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